Walnussöl

Beim Walnussöl handelt es sich um ein delikates, hochwertiges und sehr aromatisches Pflanzenöl, welches aus den zum Teil gerösteten und ungerösteten, ölhaltigen Nüssen beziehungsweise Kernen des Walnussbaumes hergestellt wird. Es kann eine goldgelbe oder hellgelbe Färbung haben und raffiniert, kaltgepresst oder nativ werden. Schon lange wird das Öl aus der Walnuss innerhalb der französischen Küchen als Feinschmecker Öl sehr geschätzt.Walnussöl

Inzwischen hat es ebenso in den Küchen auf der ganzen Welt seinen festen Platz. Selbst in der Kosmetikindustrie und beim Herstellen von Künstlerfarben spielt Walnussöl eine entscheidende Rolle.

Gewinnung von Walnussöl

Zum Pressen von Walnussöl ist es möglich, unterschiedliche Techniken anzuwenden. Dabei wird unterschieden zwischen der Kalt-, der Heißpressung sowie der Extraktion. Ehe das Pressen der Walnüsse erfolgt, ist es wichtig, dass diese einige Monate gelagert und danach gemahlen werden. Nach dem Lagern sollten diese Nüsse einen Fettanteil von mindestens 60 Prozent enthalten. Damit ein stärkeres Aroma erzielt wird, ist es möglich, die Walnüsse vor dem Pressen noch zu rösten.

Kaltpressung

Die Kaltpressung gilt als beste und gesündeste Form des Walnussöls. Bei diesem Verfahren erfolgt kein Einsatz von chemischen Lösungsmitteln.

Es wird auch keineswegs für eine zusätzliche Wärmezufuhr gesorgt. Die Temperatur liegt hier bei unter 40 Grad Celsius. Zum Kaltpressen wird oft eine Schneckenpresse verwendet, die Bestandteil einer Ölmühle ist. Während des Vorgangs erzeugt diese lediglich eine geringe Reibungswärme, was dem Ergebnis zugutekommt. Danach ist das Öl aus der Walnuss einer Filterung zu unterziehen, ehe es abgefüllt wird. Das bedeutet einen kleineren Arbeitsaufwand im Gegensatz zu den anderen Vorgehensweisen, mit denen das Pressen des Walnussöls stattfindet. Die hochwertige Qualität des kaltgepressten Walnussöls fällt durch das starke Aroma auf, weil dabei die wichtigen Inhaltsstoffe keineswegs verloren gehen.

Heißpressung

Beim Heißpressen der Walnüsse sind einige Arbeitsschritte erforderlich. Hier erfolgt eine ziemlich hohe Wärmezufuhr. Danach wird das Walnussöl nicht gefiltert, sondern raffiniert. Das bedeutet, dass aufgrund einer nachfolgenden Behandlung nicht gewünschte Begleitstoffe beseitigt werden, wie etwa Bitterstoffe und Pestizidrückstände. Damit ist das Walnussöl durch die Heißpressung geruchs- und geschmacksneutral, was ebenso eine geringere Qualität bedeutet. Denn bei dem Zuführen von Hitze und dem Raffinieren gehen viele Inhaltsstoffe verloren. Zugleich wird durch das Heißpressen jedoch eine größere Menge an Öl gewonnen. Dieses Walnussöl ist länger haltbar im Gegensatz zum kaltgepressten Öl.

Extraktion

Die Extraktion stellt eine andere Alternative der Pressung von Walnussöl dar. Dabei erfolgt allerdings kein Pressen, sondern durch chemische Lösungsmittel wird dieses Öl gewonnen. Im Verfahrensverlauf findet Abdestillieren der Lösungsmittel statt, damit am Ende das Speiseöl übrig bleibt. Dieses Verfahren gehört auch zu den Ölerzeugnissen, die qualitativ schlechter ist. Wer die Möglichkeit hat, sollte deswegen eher die Pressung der Walnuss vorziehen.

Selbst pressen

Im eigenen Zuhause kann ebenso das Öl aus der Walnuss gepresst werden. Hierzu ist es möglich, gehackte Walnüsse in ein Speiseöl einzulegen, welches die enthaltenen Stoffe herauszieht. Alternativ ist es möglich, dass das Einspannen der gerösteten Walnüsse in ein entsprechendes Leinentuch erfolgt, um das Öl aus den Nüssen zu gewinnen. Bei den zwei Vorgehensweisen ist es wichtig, dass auf die Lagerungszeit vor sowie nach dem Pressen geachtet wird.

Walnussöl Inhaltsstoffe

Walnussöl stellt eine ideale Nährstoffquelle dar. In diesem sind Kohlenhydrate und Eiweiß enthalten. Zudem besteht es aus einfach ungesättigten, mehrfach ungesättigten und gesättigten Fettsäuren. Im Gegensatz zu allen anderen Nüssen haben Walnüsse einen Linolensäureanteil von neun Prozent. Des Weiteren enthält diese Nussart viel Folsäure und Aminosäuren wie L-Arginin. Walnüsse verfügen über einen hohen Vitamingehalt an Vitamin B und Vitamin E. Auch beinhalten diese Vitamin A, Pantothensäure, Niacin und Biotin. Außerdem enthalten diese Nüsse Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Selen, Fluor, Zink und Kupfer. Phytosterole wie Stigmasterol, Sitosterol und Campesterol sowie Cartinoide sind schließlich im Walnussöl zu finden.

Walnussöl Kalorien und Nährwerttabelle

Walnussöl
Walnussöl
100 g Walnussöl enthält durchschnittlich:
NährstoffMenge
Kalorien900 kcal (3.766 kJ)
Fettgehalt100 g
Gesättigte Fettsäuren8 g
Ungesättigte Fettsäuren92 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren20 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren72 g
Cholesterin0 mg
Natrium0 mg
Kohlenhydrate0 g
Ballaststoff0 g
Zucker0 g
Protein0 g
Rauchpunktab 160 °C

Wirkung von Walnussöl

Der bedeutendste Inhaltsstoff der Walnüsse und somit ebenso des Walnussöls sind Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Im Körper haben diese unterschiedliche Aufgaben: Sie sind in ihrer Form Bestandteil der Zellmembranen. Damit trägt dieses Speiseöl direkt zum Erneuern der Zellen und Regenerieren bei. Diese Fettsäuren werden zudem in hormonartige Botenstoffe entsprechend umgewandelt und unterstützen somit die Regulierung des Blutdrucks sowie des Cholesterinspiegels. Das positive Regulieren des Blutfettspiegels ist außerdem auf den hohen Anteil an Linolsäure zurückzuführen. Ein anderer bedeutender und wirkungsvoller Inhaltsstoff ist Tocopherolen. Dieser stärkt das Nervensystem, den Kreislauf und die Herzfunktion. Zudem verbessert er beim Blut die Fließeigenschaften und beugt damit die ernstzunehmenden Erkrankungen wie beispielsweise Thrombose vor. Weiterhin hat das Öl aus der Walnuss eine antioxidative Wirkung auf den Körper. Diese wird auch durch dieses Vitamin E ausgelöst. Antioxidativ heißt, dass die Zellen aufgrund von freien Sauerstoffradikalen im Körper weniger Schaden nehmen, weil diese davor eliminiert werden. Somit sollen durch Walnussöl insbesondere die Nervenzellen im Gehirn geschützt werden, wodurch die Gefahr auf ein Minimum reduziert wird, an Alzheimer oder weiteren Formen der Demenz zu erkranken. Zudem wird den antioxidativen Stoffen eine krebshemmende Wirksamkeit zugesprochen. Die in diesem Speiseöl enthaltenen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sollen eine konzentrations- und leistungssteigernde Wirkung haben. Zudem wird dem Öl auch nachgesagt, dass es bei Stresssituation hilft, den notwendigen Überblick zu bewahren und ruhiger zu bleiben, indem es die Aufnahmebereitschaft begünstigt und den Blutdruck senkt. Das Walnussöl macht mit seinem hohen Gehalt an Proteinen und Ballaststoffen in den Mahlzeiten einen unvergleichlichen Geschmack. Außerdem sättigt es sehr stark.

Anwendungsgebiete von Walnussöl

Walnussöl für die Haut

Diese vielfältigen Fettsäuren, die in dem Walnussöl enthalten sind, eignen sich sehr gut zum Pflegen der Haut.

Das liegt insbesondere an dem hohen Linolsäuregehalt, der ebenso in der Haut ist. Daher zieht dieses Öl besonders schnell in die entsprechenden Hautregionen ein und macht diese geschmeidig. So ist es möglich, dass auch die trockene, irritierte, rissige und lichtgeschädigte Haut erneut glatt und gesund wird, weil dieses Speiseöl noch zur Pflege ebenso das natürliche Regenerieren der Haut begünstigt. Weil es ein natürliches Hausmittel ist, kann ebenso auf sensible Hautbereiche wie den Lippen eine Auftragung erfolgen. Dort ersetzt es, wenn es dünn aufgetragen wird, den Fettstift auf trockenen und rissigen Lippen.

Walnussöl für die Haare

Wie ein Schutzfilm legt sich das Walnussöl um das Haar. Werden einige Tropfen dieses Öls in das noch nasse Haar gegeben, schließt es die Feuchtigkeit ein. Es kann helfen, diese in den Haaren zu behalten. Zudem ist dieses Speiseöl hilfreich, um fliegende Haare zu bändigen. Wenn es unmittelbar an der Kopfhaut aufgetragen wird, ist es möglich, dass es für das Haar das Regulieren von Schuppenbildung sowie eine trockene Kopfhaut begünstigt. Im Normalfall wird Walnussöl auf die trockenen Haare angewendet. Hierbei ist darauf zu achten, dass auf keinen Fall zu viel Öl benutzt wird, damit das Haar keineswegs fettet oder Strähnen entstehen. Zwei oder drei Tropfen genügen oft schon. Das Öl aus der Walnuss kann ebenso als Leave-In zum Einsatz kommen, und es braucht keineswegs mehr auswaschen werden. Walnussöl für das Haar kann zudem als Kur Verwendung finden, wobei bei der Anwendungsart das Walnussöl danach erneut auszuwaschen ist.

Walnussöl in der Küche

Dieser einzigartige und nussige Geschmack ist ein Grund, warum Walnussöl sehr beliebt ist. Vor allem bei Gourmets gilt dieses native Speiseöl aus Indien, Moldawien und Frankreich als das beste Öl aus der Walnuss. In diesen Ländern werden diese Nüsse vor dem Verarbeiten keineswegs geröstet. Das bewirkt einen mild-nussigen Geschmack, der dieses Speiseöl sehr fein macht. Mit dem Rösten der Walnüsse erhält das Öl einen weit intensiveren Geschmack. Es liegt also daran, welcher Geschmack gewünscht wird. Weil das Walnussöl aufgrund seines geringen Rauchpunktes, der bei 130 Grad Celsius liegt, besonders schnell ranzig wird, erfolgt keine Verwendung dieses Öls zum Kochen oder Braten, sondern es kann oft bei kalten Mahlzeiten für ein besonderes Geschmackserlebnis sorgen. Dieses Speiseöl eignet sich sehr als Salatöl, für Gemüsearten wie Sellerie und Spargel, zu Fisch, in Suppen und zu Gebäck, Desserts sowie weiteren Süßspeisen wie Eis. Viele Jahre galt das Walnussöl als ein Öl für Feinschmecker. Inzwischen ist es jedoch ebenso wegen seiner positiven, gesundheitlichen Auswirkungen stark verbreitet.

Walnussöl in der Kosmetik

Im Kosmetikbereich wird Walnussöl wegen seiner hervorragenden Verfügbarkeit von Fettsäuren verwendet. Dieses Öl zieht rasch ein und stabilisiert somit die Zellwände. Daraufhin erscheint die Haut vital und gut gepflegt. Im Gegensatz zu weiteren Pflanzenölen ist dieses Öl aus der Walnuss ziemlich fettig. Daher wird es bei der Herstellung von Kosmetikprodukten als Zusatz verwendet. Hier erfolgt der Einsatz des Walnussöls zum Beispiel in Duschgels oder Haarshampoos, die diese rückfettenden Eigenschaften von diesem Öl nutzen. Zugleich stellt Walnussöl eine begehrte Grundlage für Cremes und Salben dar. Auch gilt es als ein nützliches Öl zum Massieren. Die rückfettende Wirkung bewirkt, dass die Haut geschmeidig und glatt ist und somit die Massagegriffe sehr effektiv durchgeführt werden können.

Walnussöl zur Senkung des Cholesterinspiegels

Wenn ein Fehlsteuern der Blutfettwerte über die Ernährungsweise erfolgt ist, dann ist es möglich, den gleichen Weg zu nutzen, um diese erneut unter Kontrolle zu bekommen. Doch selbst wenn ein gestiegener Cholesterinspiegel andere Auslöser hat, ist es wichtig, sich auf jeden Fall bewusst und ausgewogen zu ernähren, damit dieser abermals auf ein normales Maß reguliert wird. Wenn Walnussöl dafür genutzt wird, hält diese Therapieart keine Nebenwirkungen bereit. Walnüsse verfügen über einen besonders großen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Daher können sie den Cholesterinspiegel beeinflussen. Manche Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen, beeinflussen das entsprechende Verhältnis zwischen dem schlechten LDL-Cholesterin und dem guten HDL-Cholesterin. Dieses LDL-Cholesterin ist der Gefahr der Oxidation ausgesetzt, die zur Verkalkung der Blutgefäße führen kann. Manche Cholesterinsenker verringern die Fettverdauung, weitere beeinflussen die Leberfunktion. Doch alle Lebensmittel haben eines gemeinsam: Diese sind nahezu frei von Nebenwirkungen und sind, wie die Walnuss, seit Jahrhunderten traditionelle Nahrungsmittel. Wissenschaftliche Studien belegen, dass das Verzehren der Walnüsse die entsprechenden Blutfettwerte verändert. Schon ab dem Essen von 67 Gramm Nüssen täglich kann insgesamt der Cholesterinwert um fünf Prozent und das LDL-Cholesterin um nahezu 7,5 Prozent nach unten gedrückt werden. Mit dem Walnussöl können vergleichbare Werte erreicht werden. Mindestens zehn Jahre erfolgten die Forschungen. Im Ergebnis bewiesen diese, dass insbesondere für den cholesterinsenkenden Effekt die ungesättigten Fettsäuren der Walnüsse eine wichtige Rolle spielen. Die Kombination der Vitamine B sowie E und der Mineralien bewirken, dass sich das Cholesterin bereits bald erneut im gesunden Bereich bewegt.

Walnussöl zur Stärkung des Herz-Kreislaufsystems

Soll eine Stärkung der Gesundheit mit Walnussöl erfolgen, ist es wichtig, auf jeden Fall darauf zu achten, dass ein möglichst schonend zubereitetes, naturbelassenes und kaltgepresstes Öl erworben wird. Es ist entscheidend, dass auf ein raffiniertes und heißgepresstes Speiseöl verzichtet wird, da dieses keineswegs annähernd diese Inhaltsstoffe enthält, die in einem kaltgepressten Walnussöl zu finden sind. Zusammen mit ungerösteten Walnüssen wirkt dieses Öl noch besser. Durch wissenschaftliche Studien wurde herausgefunden, dass das Beimengen von Leinöl den Effekt auf die Herzgesundheit weiterhin erhöht. Omega-3-Fettsäuren sind wichtig zum Gesunderhalten des Herzkreislaufsystems. Sie sind lebensnotwendig, da sie Gehirn- und Nervenzellen gesundhalten. Außerdem optimieren sie beim Blut die Fließeigenschaften. Durch diese Fettsäuren wird die Blutverklumpung verhindert, die Gefahr von Blutgerinnseln gesenkt und die entsprechende Ablagerung in den Blutgefäßen eingeschränkt. Daher ist dieses Speiseöl für die Gesunderhaltung des Herzkreislaufsystems so bedeutend. Zudem enthält die Walnuss mehrere wichtige Ballaststoffe, die den Blutzuckerspiegel niedrig halten, langanhaltend sättigen und den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen. Die Vitamine E und B in Kombination mit den Fettsäuren und Antioxidantien wirken entzündungshemmend und desinfizierend. Das heißt, dass das Immunsystem langfristig gestärkt wird und die geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit steigt. Dies sorgt für einen stabilen Blutdruck. Damit wird das Risiko verringert, Herzkrankheiten zu bekommen. Der positive Effekt auf das Herzkreislaufsystem ist wissenschaftlich belegt. Mittlerweile darf die positive Wirkung des Walnussöls auf die entsprechenden Produktverpackungen offiziell gedruckt werden.

Walnussöl bei Bluthochdruck

Im Walnussöl ist der hohe Magnesiumgehalt verantwortlich für die positive Wirksamkeit auf den Blutdruck. Der Mineralstoff Magnesium entspannt die Nerven, reguliert den Blutdruck und hilft gegen Stress, was amerikanische Wissenschaftler bestätigten, als diese eine walnussreiche Ernährung erforschten.

Mit drei verschiedenen Gruppen wurde der Vergleich parallel durchgeführt. Während die erste Gruppe keine Walnüsse erhielt, bekam die zweite Gruppe einen Teelöffel Walnussöl und neun Walnüsse. Der dritten Gruppe dagegen wurde noch extra hierzu eineinhalb Teelöffel Leinöl zur Verfügung gestellt. Dann hatten die Testpersonen für sechs Wochen einem erstellten Ernährungsplan zu folgen, woraufhin eine Pause von einer Woche erfolgte. Dann schlossen sich die zweite und die dritte Phase der Ernährungsstudie an. Nach diesen drei Phasen hatten die Testpersonen einem psychologischen und physiologischen Stresstest durchzuführen. Diese mussten beispielsweise Körperteile in das eiskalte Wasser halten und eine Rede halten. Währenddessen erfolgten die Messung des Blutdrucks und die Überprüfung der Blutgefäße durch den Ultraschall. Es zeigt sich tatsächlich, dass nach dem längeren Ernährungszeitraum mit Walnüssen ein viel niedrigerer Blutdruck auftrat im Gegensatz zu davor. Zwar verbesserte das Leinöl die Blutdruckwerte nicht, allerdings doch den Zustand der Arterien und Blutadern, was während der Ultraschalluntersuchung festgestellt wurde. Der Grund für diese durchwegs positiven Wirkungen von Walnussöl und Walnüssen zusammen mit Leinöl ist nämlich der hohe Gehalt von Antioxidantien. Soll die Ernährung mit Walnüssen anreichert werden, kann ein entspannte Umgang mit alltäglichen Stress und so eine natürliche Regulierung des Blutdrucks stattfinden.

Walnussöl in der Ölmalerei

Schon im 13. Jahrhundert fingen Künstler an, mit Ölfarben Bilder zu malen. Selbst heutzutage ist die Ölmalerei noch sehr beliebt. Ist ein Interesse an der Ölmalerei vorhanden, wird etwas Grundwissen benötigt, um mit Ölfarbe richtig umzugehen. Ölfarben bestehen aus Ölen und Farbpigmenten. Früher wurde als Öl Mohnöl, Leinöl, Sonnenblumenöl oder Walnussöl verwendet. Noch heute ist Walnussöl die Basis von zahlreichen Ölfarbeprodukten. Dieses Öl wird ebenso eingesetzt, um die Ölfarbe weiterhin zu verdünnen und somit neue Wirkungen zu erzielen. Mit dem Walnussöl sind unterschiedliche Maltechniken möglich. Die Grundtechnik ist die einfachste Maltechnik. Dabei verwendet der Maler nur die Ölfarbe, die mit Walnussöl versetzt ist und bringt diese unmittelbar auf die Leinwand. Ein bisschen mehr Übung ist notwendig, wenn die Wahl auf die Nass-in-Nass-Technik oder Lasurtechnik fällt. Als Mittelweg gibt es diese halb deckende Maltechnik, die zwischen der voll deckenden Grundtechnik und der transparenten Lasurtechnik steht. Sie kann mit Ölfarben auf Grundlage von Walnussöl optimal realisiert werden. Vorteilhaft beim Malen mit entsprechenden Ölfarben auf Grundlage von Walnussöl ist, dass sich eine sehr hohe Leuchtkraft und Brillanz bei den Farben entwickelt. Es ist möglich, dass Walnussölfarben vergleichsweise zahlreiche Farbpigmente aufnehmen und eine minimale Vergilbung aufweisen. Je höher der Walnussölgehalt ist, desto schwächer wird die entsprechende Deckkraft bei den Farben. Nun müssen sich die Pigmente auf eine größere Menge dieses Öls verteilen und sind daher lediglich halb transparent bis voll transparent beziehungsweise halb deckend. Auf diese Art können durch das Hinzugeben von Walnussöl als eine Art Malmittel endlos viele Farbnuancen kreiert werden.

Walnussöl für die Holzpflege

Walnussöl kommt zum Einsatz bei der Pflege von Naturhölzern. Hier kommt die glänzende Wirkung dieses Öls den Möbeln zugute. Vor allen bei Holzprodukten und Möbeln wird Walnussöl verwendet, die zum Vorbereiten oder zum Verzehren von Mahlzeiten eingesetzt werden. Schneidebretter, Arbeitsflächen, Frühstücksbrettchen oder Esstische sind hier beispielsweise gemeint. Weil dieses Öl kaltgepresst und nativ ein nicht bedenkliches, natürliches Produkt ist, schadet es keineswegs, wenn Nahrungsmittel mit diesem in Kontakt kommen. Selbst für das Behandeln von Kindermöbeln und Spielzeug eignet sich Walnussöl hervorragend. Auch wenn Heranwachsende das entsprechende Spielzeug zu dem Mund zuführen, ist es nicht gefährlich, da sich in diesem nativen Öl keine Schadstoffe befinden. Das Holz wird einfach mit einem in Walnussöl getränkten Lappen eingerieben. Alternativ kann dieses Öl ebenso mit einem Quast oder breiten Pinsel aufgetragen werden. Es ist wichtig, dass Verbraucher darauf achten, lediglich kaltgepresstes Walnussöl einzusetzen, das keine Zusatzstoffe enthält. Dieses Öl muss in das Holz für ein paar Stunden einwirken. Danach wird das überschüssige Walnussöl abgewischt. Eine Wiederholung der Behandlung erfolgt mit mehreren Stunden Zwischentrocknungszeit drei Mal. Durch diese Behandlung wird das Holz aufgewertet, weil es dann schön glänzt. Dieser natürliche Rohstoff dunkelt etwas nach. Der entsprechende Holzcharakter wird unterstrichen. Die Maserung ist dann besser zu sehen. Überdies ist das mit Walnussöl behandelte Holz unempfindlicher gegenüber Kratzern und Feuchtigkeit. Allerdings ist eine Anwendung keinesfalls permanent haltbar, sondern in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit für Walnussöl ist die industrielle Holzpflege. Dabei erfolgt das Auftragen dieses Öl auf die jeweiligen Möbel. Diese sind jetzt einige Wochen zum Aushärten zu lagern. Damit der Trocknungsvorgang rascher verläuft, setzen zahlreiche Hersteller diesem Öl Trockenstoffe zu. Diese Trockenstoffe setzen sich aus einer Mischung von Kalzium, Mangan, Zink, Kobalt und Zirkonium zusammen. Damit eine Verbesserung des Trocknungseffekts und eine Aussonderung der Verunreinigungen erfolgt, wird von den Herstellern das Walnussöl aufgekocht und gefiltert. Damit die versiegelnde Wirkung verbessert wird, erfolgt noch das Hinzufügen von Wachse oder Harze. Das mit Lösungsmitteln angereicherte Walnussöl dringt tief in das Holz ein und schützt es von innen heraus.

Dosierung und Einnahme von Walnussöl

Wenn ein Teelöffel Walnussöl und neun Walnüsse täglich eingenommen werden, erfolgt ein Schutz vor Stress und zugleich eine Senkung des Blutdrucks. Wissenschaftler aus Amerika haben dies bei ihren Forschungen herausgefunden.

Walnussöl selbst herstellen

Heutzutage können Walnussöl nicht nur gekauft, sondern selbst leicht hergestellt werden. Bei der Herstellung dieses Öls werden als Erstes Walnüsse gebraucht. Es ist wichtig, dass sie ziemlich frisch sind, weil ältere Nüsse bereits einen großen Anteil ihres Geschmacks verloren haben. Wie viele Walnüsse hierzu verwendet werden, ist einem selbst überlassen. Zum Herstellen werden ein Sieb, eine Salatschleuder und ein Mixer gebraucht. Damit das wertvolle Walnussöl danach abgefüllt werden kann, sollten Flaschen mit richtigen Korken bereitstehen, damit sich die Geschmacksstoffe in diesen entfalten können. Somit hat dieses Öl die Möglichkeit, nachzureifen. Bei der Herstellung dieses Speiseöls erfolgen zunächst das Knacken der Walnüsse und deren Trocknung für vier Wochen auf einem Tuch. Dann kommen die Nüsse in einen Mixer, in dem sie einige Minuten lang püriert werden, bis aus den kleinen Stücken ein Brei entstanden ist. Dieser wird daraufhin in die Salatschleuder hingegeben. Der Schleudervorgang braucht viel Kraft. Das Beste ist, wenn dieser Vorgang mit einer weiteren Person abwechselnd durchgeführt wird. Die gewonnene Flüssigkeit ist danach durch das Sieb zu geben. Dabei wird der körnige Überrest entsorgt. Jetzt kann das Abfüllen des Walnussöls in Flaschen stattfinden. Diese werden mithilfe eines Korkens fest verschlossen. Dann folgt die Zeit der Reifung. Hierfür erfolgt die Aufbewahrung der Flaschen für ungefähr einen Monat an einem Ort, der etwa 20 Grad Celsius warm ist. Während dieser Phase sollten sie auf keinen Fall bewegt, geschüttelt oder auf andere Art gestört werden, da ansonsten im Öl Bitterstoffe freisetzen und es dann nicht mehr zum Zubereiten von Speisen geeignet ist.

Walnussöl kaufen - Worauf sollte geachtet werden?

Beim Erwerb eines Walnussöls ist darauf zu achten, dass es beim Herstellen schon kaltgepresst ist. Zudem sollte es in Bio-Qualität hergestellt sein.

Dadurch wird vom Anbauen bis zum fertigen Öl sichergestellt, dass es qualitativ hochwertig ist. Kaltpressung heißt, dass das Herstellen dieses Speiseöls bei niedrigen Temperaturen stattfindet. Hochwertiges Walnussöl wird daran erkannt, dass es ungefiltert und trüb ist. Die Schwebstoffe geben diesem Speiseöl sein charakteristisches Aroma.

Walnussöl Verkaufsformen

Bio Walnussöl

Biologisches Walnussöl ist hervorragend für die Küche geeignet. Die kontrollierte Qualität, ohne Verwendung von Pestiziden und Chemie, fördert die Gesundheit. Das nachhaltige Anbauen dieses Öls sichert die Zukunft. Vom Preis her liegt das Bio Walnussöl in der höheren Preisklasse. Doch auch vor allem im Geschmack ist ein großer Unterschied zu dem herkömmlich angebauten Öl vorhanden. Dieses biologische Speiseöl weist häufig einen höheren Gehalt an gesundheitsfördernden Fettsäuren auf. Wenn eine hochwertige Qualität gekauft wird, dann ist es wichtig, Bio Walnussöl zu bevorzugen. Außerdem sorgen die regelmäßigen Kontrollen dafür, dass ein sehr gutes Öl vom Anbieter zur Verfügung gestellt wird.