Amaranthöl

Zuletzt aktualisiert: 12.02.26

Amaranthöl wird aus den Samen der Gattung Amaranth (Amaranthus) gewonnen – einer der ältesten Nutzpflanzen der Menschheitsgeschichte. Bereits die Maya, Azteken und Inka schätzten Amaranth als wichtiges Grundnahrungsmittel und setzten die Pflanze bei religiösen Zeremonien ein. Nach der spanischen Eroberung Mittelamerikas wurde der Anbau von Amaranth für Jahrhunderte unterdrückt und die Pflanze geriet in Vergessenheit.Amaranthöl – kaltgepresst in einer Glasflasche neben Amaranth-Samen

Heute erlebt Amaranthöl eine weltweite Renaissance. Das wertvolle Pflanzenöl überzeugt durch seine einzigartige Zusammensetzung: Es enthält bis zu 8 Prozent Squalen – deutlich mehr als jedes andere pflanzliche Öl – sowie einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E.[1] Die Samen der Pflanze ähneln Hirse, weshalb Amaranth als Pseudogetreide gilt. Da die Samen glutenfrei sind und gleichzeitig reich an Mineralstoffen, Eisen und hochwertigem Eiweiß, zählt Amaranth zu den nährstoffreichsten Nahrungsmitteln überhaupt.

Gewinnung von Amaranthöl

Die Gewinnung von Amaranthöl ist aufwendig, da die winzigen Amaranth-Samen nur etwa fünf bis acht Prozent Öl enthalten – zum Vergleich liefern Macadamianüsse bis zu 75 Prozent Ölausbeute.[2] Es gibt zwei wesentliche Verfahren zur Herstellung:

Bei der Kaltpressung werden die Samen mechanisch ausgepresst, ohne dass Wärme zugeführt wird. Kaltgepresstes Amaranthöl behält sein volles Nährstoffprofil, allerdings ist die Ölausbeute bei diesem Verfahren vergleichsweise gering. Wer Amaranthöl kaltgepresst kaufen möchte, erhält ein besonders naturbelassenes Produkt.

Häufiger kommt die CO2-Extraktion (auch überkritische Extraktion genannt) zum Einsatz. Dabei wird CO2 unter hohem Druck und bei niedrigen Temperaturen verflüssigt und mit den Samen zusammengebracht. Der Druck bewirkt ein Aufplatzen der Samen und setzt das enthaltene Öl frei. Sobald der Druck zurückgenommen wird, verwandelt sich das CO2 wieder in Gas und hinterlässt ein Öl von hoher Reinheit.[3] Dieses Verfahren erzielt eine deutlich höhere Ausbeute als die Kaltpressung und erhält gleichzeitig die wertvollen Inhaltsstoffe.

Aufgrund der aufwendigen Herstellung gehört Amaranthöl zu den höherpreisigen Pflanzenölen. Sein charakteristischer Geruch wird – vor allem bei CO2-extrahierten Qualitäten – als leicht muffig beschrieben, was dem natürlichen Duft der Samen entspricht. Kaltgepresste Varianten riechen dezenter. Das klare, leicht gelbliche Öl hat ein angenehmes Erscheinungsbild und lässt sich vielseitig einsetzen.

Amaranthöl Inhaltsstoffe

Amaranthöl besteht zu etwa 70 bis 77 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren und zeichnet sich durch eine in der Pflanzenwelt einzigartige Zusammensetzung aus.[1] Besonders bemerkenswert ist der außergewöhnlich hohe Gehalt an Squalen – einem Triterpen-Kohlenwasserstoff, der auch natürlicher Bestandteil des menschlichen Hauttalgs ist. Ein Überblick über die wichtigsten Bestandteile:

  • Linolsäure: 36 bis 55 Prozent – eine essenzielle, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure
  • Ölsäure: 18 bis 39 Prozent – eine einfach ungesättigte Omega-9-Fettsäure
  • Palmitinsäure: 17 bis 23 Prozent – eine gesättigte Fettsäure mit hautschützenden Eigenschaften
  • Stearinsäure: 2 bis 5 Prozent
  • Squalen: 5 bis 8 Prozent (höchster Wert aller pflanzlichen Öle)[4]
  • Vitamin E (Tocopherole und Tocotrienole): 5 bis 10 mg pro 100 g
  • Phytosterole: unterstützen die Lipidbarriere der Haut

Die Fettsäurezusammensetzung von Amaranthöl ist als äußerst hochwertig anzusehen: Rund 50 Prozent entfallen auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren, etwa 20 Prozent auf einfach ungesättigte und rund 20 Prozent auf gesättigte Fettsäuren.[4] Das Vitamin E fungiert als natürliches Antioxidans, das die Zellen vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützt und entzündungshemmend wirkt. Bemerkenswert ist auch der hohe Anteil an Tocotrienolen innerhalb der Vitamin-E-Fraktion, die eine besonders starke antioxidative Wirkung besitzen.[5]

Das Squalen verdient besondere Aufmerksamkeit: Es ist mit etwa 13 Prozent Anteil das häufigste Lipid im menschlichen Hauttalg (Sebum) und erfüllt dort wichtige Schutzfunktionen.[6] Squalen bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust und schützt die hauteigenen Fette vor Oxidation. Da Squalen jedoch ungesättigt ist und schnell mit Sauerstoff reagiert, wird es für kosmetische Produkte häufig zu gesättigtem Squalan hydriert. In dieser stabilisierten Form behält es seine positiven Eigenschaften, ohne zu oxidieren.

Wirkung von Amaranthöl

Die Wirkung von Amaranthöl ist wissenschaftlich in mehreren Bereichen untersucht worden. Die Kombination aus Squalen, ungesättigten Fettsäuren, Tocopherolen und Phytosterolen verleiht dem Öl ein breites Wirkspektrum:

Antioxidative Wirkung

Squalen ist in der Lage, reaktive Sauerstoffspezies (Singulett-Sauerstoff) zu neutralisieren und so die Lipidperoxidation zu verhindern. Eine Studie von Kohno et al. wies nach, dass Squalen freie Radikale effektiv abfangen kann.[7] In Verbindung mit den enthaltenen Tocopherolen und Tocotrienolen entsteht ein antioxidatives Netzwerk, das dem natürlichen Schutzsystem der Haut ähnelt.

Schutz vor UV-Strahlung

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Amaranthöl Hautzellen vor UVA-Strahlung schützen kann. Forschende der Medizinischen Universität Bialystok wiesen in Zellkulturexperimenten nach, dass Amaranthöl in Konzentrationen von 0,1 bis 0,5 Prozent die Kollagensynthese nach UV-Exposition fördert und die Wundheilung in Hautfibroblasten unterstützt.[8] Eine weitere Studie derselben Arbeitsgruppe bestätigte, dass Amaranthöl die durch UVA-Strahlung ausgelöste Apoptose (den programmierten Zelltod) in menschlichen Hautfibroblasten reduziert.[9] Allerdings eignet sich Amaranthöl nicht als alleiniger Sonnenschutz, sondern vielmehr als ergänzende Pflege nach dem Sonnenbad.

Entzündungshemmende Eigenschaften

Amaranthöl wirkt nachweislich entzündungshemmend. In einer Studie konnte eine positive Wirkung bei Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) bestätigt werden.[5] Die im Öl enthaltenen Phytosterole und ungesättigten Fettsäuren tragen dazu bei, Entzündungsprozesse in der Haut zu modulieren. Damit eignet sich Amaranthöl besonders für empfindliche und zu Entzündungen neigende Haut.

Einfluss auf den Cholesterinspiegel

Tierstudien sowie eine klinische Untersuchung von Martirosyan et al. (2007) legen nahe, dass Amaranthöl den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann. In der Humanstudie führte die Einnahme von Amaranthöl bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit zu einer Senkung von Gesamtcholesterin, Triglyceriden und LDL-Cholesterin.[10] Allerdings ergab eine neuere randomisierte Doppelblindstudie (Duszchowska et al., 2019) bei übergewichtigen Probanden, dass Amaranthöl im Vergleich zu Rapsöl das Gesamt- und LDL-Cholesterin erhöhte.[11] Die Forschungslage ist daher noch nicht eindeutig, und die Wirkung scheint vom individuellen Gesundheitszustand abzuhängen.

Anwendungsgebiete von Amaranthöl

Amaranthöl für die Haut

Das Haupteinsatzgebiet von Amaranthöl ist die Hautpflege. Durch seine spezielle Zusammensetzung – insbesondere den hohen Squalen-Gehalt – kommt Amaranthöl den natürlichen Lipiden der Hautoberfläche sehr nahe. Es wird daher besonders gut aufgenommen und zieht schnell ein, ohne einen fettigen Film zu hinterlassen.[5]

Amaranthöl eignet sich hervorragend als Basisöl für die selbstgemachte Hautpflege und bietet folgende Vorteile für die Haut:

  • Es erneuert und stärkt den natürlichen Schutzfilm der Haut
  • Es speichert Feuchtigkeit und wirkt rückfettend – ideal bei chronischer Hauttrockenheit
  • Die Phytosterole unterstützen die Hautregeneration durch Stärkung der hauteigenen Lipidbarriere
  • Der hohe Squalen-Gehalt kann UV-Strahlen teilweise absorbieren und wirkt antioxidativ
  • Es beruhigt gereizte, empfindliche und barrieregestörte Haut

In der kosmetischen Industrie wird Amaranthöl in Cremes, Badeölen, Haarölen, Seifen, Massageölen, feuchtigkeitsspendenden Shampoos, Augenpflegeprodukten, Make-up, Lippenstiften, Sonnenschutz- sowie After-Sun-Produkten eingesetzt. Als Anti-Aging-Mittel ist Amaranthöl besonders bei trockener, sensibler und reifer Haut beliebt. Für Rezepturen, die auf reife Haut abzielen, empfehlen sich Kombinationen mit linolensäurehaltigen Ölen wie Hanföl oder Hagebuttenöl.

Amaranthöl für die Haare

Amaranthöl hat sich auch in der Haarpflege bewährt. Der hohe Gehalt an Linolsäure und Squalen nährt die Haarstruktur von innen heraus und verleiht dem Haar Geschmeidigkeit und Glanz. Amaranth enthält zudem die Aminosäure Lysin, die in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln kaum vorkommt und einen wichtigen Baustein für die Festigkeit und das Wachstum der Haare darstellt.

Für die Haarpflege lässt sich Amaranthöl auf verschiedene Weisen anwenden: Als Leave-in-Pflege werden wenige Tropfen in die Haarspitzen eingearbeitet, um Spliss und trockene Spitzen zu glätten. Für eine intensive Kur kann das Öl in die Kopfhaut einmassiert werden, um die Haarfollikel zu nähren und trockene Kopfhaut zu beruhigen. Auch als Zusatz in Shampoos oder Conditioner (wenige Tropfen) entfaltet es seine pflegende Wirkung. Wer Amaranthöl regelmäßig in die Haarpflege integriert, kann mit geschmeidigem, glänzendem und kräftigerem Haar rechnen.

Amaranthöl in der Küche

Amaranth – auch als „Gold der Inka" bezeichnet – zählt in Mittelamerika seit Jahrtausenden zu den Grundnahrungsmitteln. Die winzigen Körner der Fuchsschwanzgewächse sind kleiner als Senfkörner und kommen sowohl als Beilage als auch als Grundlage für ein warmes Frühstück auf den Tisch.

Amaranthöl bereichert die gesunde Küche mit seinem markant getreideartigen, leicht nussigen Geschmack. Da dieser Geschmack gewöhnungsbedürftig sein kann, wird das Öl häufig als Mischöl verwendet. Besonders gut eignet es sich für Salate und kalte Gerichte als Verfeinerung. Wichtig: Amaranthöl sollte nicht stark erhitzt werden, da hohe Temperaturen die wertvollen ungesättigten Fettsäuren und das Squalen schädigen können. Mehr über den Rauchpunkt von Ölen erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Beim Verzehr liefert Amaranthöl dem Körper wertvolle Nährstoffe: Die ungesättigten Fettsäuren unterstützen das Herz-Kreislauf-System, das Vitamin E stärkt das Immunsystem, und die enthaltenen Mineralstoffe tragen zur Stabilität der Knochen bei. Amaranth kommt sowohl als Speiseöl als auch als Nahrungsergänzung zum Einsatz.

Amaranthöl in der Kosmetik

In der professionellen Kosmetik hat sich Amaranthöl als hochwertiger Inhaltsstoff etabliert. Seine INCI-Bezeichnung lautet „Amaranthus Caudatus Seed Oil". Das Öl dient als natürlicher Trägerstoff in vielen Formulierungen und wird aufgrund seines hautanalogen Lipidprofils geschätzt. Gesichtscreme mit Amaranthöl eignet sich besonders für trockene, reife und empfindliche Hauttypen, die von der intensiven Feuchtigkeitsversorgung und der stärkenden Wirkung auf die Hautbarriere profitieren.

In der Aromatherapie lässt sich Amaranthöl hervorragend mit ätherischen Ölen wie Lavendelöl oder Rosenöl kombinieren und als Trägeröl für Massagen verwenden. Im Gegensatz zu vielen anderen Ölen hat Amaranthöl den Vorteil, dass es auch bei barrieregestörter Haut in der Regel sehr gut verträglich ist. Informationen zur Komedogenität finden Sie in unserem Beitrag über komedogene und nicht komedogene Öle.

Amaranthöl Nebenwirkungen

Amaranthöl gilt als sehr gut verträglich und ist für die meisten Hauttypen geeignet. Nebenwirkungen treten nur selten auf. Dennoch sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Allergische Reaktionen: In seltenen Fällen können Personen mit einer Empfindlichkeit gegenüber Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae) allergisch reagieren. Ein Verträglichkeitstest an einer kleinen Hautstelle (z. B. Armbeuge) vor der ersten Anwendung ist empfehlenswert.
  • Innere Anwendung: Amaranthöl fällt in einigen Ländern unter die Novel-Food-Verordnung, da kein gesicherter Nachweis über einen nennenswerten Verzehr vor dem 15. Mai 1997 vorliegt.[12] Vor der inneren Einnahme sollte daher die geltende Rechtslage beachtet werden.
  • Oxalsäure: Amaranth-Samen enthalten Oxalsäure. Personen mit Nierenproblemen oder Neigung zu Nierensteinen sollten Amaranthprodukte nur in Maßen verzehren.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Da keine ausreichenden Studien zur Unbedenklichkeit in der Schwangerschaft vorliegen, empfiehlt es sich, vor der regelmäßigen Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.

Bei äußerlicher Anwendung als Hautpflegeöl sind bei korrekter Dosierung keine relevanten Nebenwirkungen bekannt. Die gute Verträglichkeit wird auch durch die hohe Ähnlichkeit mit den hauteigenen Lipiden begünstigt.

Dosierung und Anwendung von Amaranthöl

Die richtige Dosierung von Amaranthöl hängt vom jeweiligen Anwendungsbereich ab:

  • Gesichtspflege: 2 bis 3 Tropfen auf die gereinigte, leicht feuchte Haut auftragen und sanft einmassieren. Am besten abends anwenden, damit das Öl über Nacht einziehen kann.
  • Körperpflege: Etwa einen Teelöffel (5 ml) auf die feuchte Haut nach dem Duschen auftragen und einmassieren.
  • Haarpflege: 3 bis 5 Tropfen in die Haarspitzen einarbeiten oder als Kur für 20 bis 30 Minuten in die Kopfhaut einmassieren, anschließend mit einem milden Shampoo auswaschen.
  • Als Badezusatz: 1 bis 2 Esslöffel ins warme Badewasser geben für ein pflegendes Ölbad.
  • In der Küche: 1 bis 2 Teelöffel als Verfeinerung für Salate oder kalte Speisen verwenden. Das Öl sollte nicht über 160 °C erhitzt werden.
  • In selbstgemachter Kosmetik: Amaranthöl kann in Konzentrationen von 5 bis 30 Prozent als Basisöl in Cremes, Lotionen oder Seren eingearbeitet werden.

Als Faustregel gilt: Weniger ist mehr. Da Amaranthöl sehr ergiebig ist und schnell einzieht, reichen bereits kleine Mengen für eine spürbare Wirkung aus.

Amaranthöl Erfahrungen

Amaranthöl ist unter Kosmetik-Interessierten noch ein Geheimtipp, wird aber zunehmend geschätzt. Anwenderinnen und Anwender berichten besonders positiv über die Wirkung bei trockener und empfindlicher Haut: Das Öl zieht schnell ein, hinterlässt kein fettiges Gefühl und hinterlässt ein weiches, geschmeidiges Hautbild. Häufig wird betont, dass auch chronisch trockene oder barrieregestörte Haut von regelmäßiger Anwendung profitiert.

In der Haarpflege schätzen Nutzer vor allem den natürlichen Glanz und die geschmeidige Textur, die Amaranthöl dem Haar verleiht, ohne es zu beschweren. Der etwas gewöhnungsbedürftige Eigengeruch – insbesondere bei CO2-extrahierten Varianten – wird gelegentlich als nachteilig empfunden, lässt sich aber durch die Kombination mit duftenden ätherischen Ölen wie Ylang-Ylang-Öl oder Neroliöl leicht ausgleichen.

Amaranthöl kaufen – Worauf sollte geachtet werden?

Amaranthöl ist weniger verbreitet als andere Pflanzenöle, findet aber zunehmend Liebhaber. Beim Kauf sollten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale achten:

  • Kaltpressung oder CO2-Extraktion: Beide Verfahren gelten als schonend und erhalten die wertvollen Inhaltsstoffe. Wer Amaranthöl kaltgepresst kaufen möchte, sollte auf die entsprechende Kennzeichnung achten.
  • Bio-Qualität: Öle aus kontrolliert biologischem Anbau sind frei von Pestiziden und Schadstoffen.
  • Lichtgeschützte Verpackung: Amaranthöl ist lichtempfindlich. Dunkle Glasflaschen schützen die Inhaltsstoffe vor Oxidation.
  • INCI-Bezeichnung: Auf der Verpackung sollte „Amaranthus Caudatus Seed Oil" oder „Amaranthus Cruentus Seed Oil" als Hauptinhaltsstoff angegeben sein.
  • Keine Zusatzstoffe: Hochwertiges Amaranthöl enthält keine Konservierungsstoffe, Farb- oder Duftstoffe.

Wo kann man Amaranthöl kaufen? Amaranthöl ist online, in gut sortierten Bioläden, Reformhäusern und teilweise in Apotheken erhältlich. In Drogeriemärkten wie Rossmann oder dm ist Amaranthöl seltener als Einzelprodukt zu finden – dort wird es häufiger als Inhaltsstoff in fertigen Kosmetikprodukten verwendet. Wer reines Amaranthöl kaufen möchte, wird in spezialisierten Online-Shops und Apotheken am ehesten fündig.

Nach dem Öffnen sollte Amaranthöl kühl und dunkel gelagert und innerhalb von sechs bis zwölf Monaten aufgebraucht werden. Mehr Informationen zur richtigen Aufbewahrung finden Sie in unserem Ratgeber zur Haltbarkeit von Speiseölen.

Quellenverzeichnis

  1. He, H. P., & Corke, H. (2003). Oil and squalene in amaranthus grain and leaf. Journal of Agricultural and Food Chemistry, 51(27), 7913–7920. doi:10.1021/jf030489q
  2. Olionatura (2024). Amaranthöl (Amaranthus caudatus Seed Oil) – Öle und Buttern. Abgerufen von olionatura.de
  3. Sun, H., Wiesenborn, D., Tostenson, K. et al. (1997). Fractionation of squalene from amaranth seed oil. Journal of the American Oil Chemists' Society, 74, 413–418. doi:10.1007/s11746-997-0099-8
  4. He, H. P., Cai, Y., Sun, M., & Corke, H. (2002). Extraction and purification of squalene from amaranthus grain. Journal of Agricultural and Food Chemistry, 50(2), 368–372. doi:10.1021/jf010918p
  5. Olionatura (2024). Amaranthöl – Entzündungshemmende Wirkung bei Psoriasis vulgaris. Abgerufen von olionatura.de
  6. Huang, Z. R., Lin, Y. K., & Fang, J. Y. (2009). Biological and pharmacological activities of squalene and related compounds: potential uses in cosmetic dermatology. Molecules, 14(1), 540–554. doi:10.3390/molecules14010540
  7. Kohno, Y., Egawa, Y., Itoh, S., Nagaoka, S., Takahashi, M., & Mukai, K. (1995). Kinetic study of quenching reaction of singlet oxygen and scavenging reaction of free radical by squalene in n-butanol. Biochimica et Biophysica Acta, 1256(1), 52–56. doi:10.1016/0005-2760(95)00005-W
  8. Zielinska, A., Wójciak, M., & Sowa, I. (2024). Amaranthus cruentus L. Seed Oil Counteracts UVA-Radiation-Induced Inhibition of Collagen Biosynthesis and Wound Healing in Human Skin Fibroblasts. International Journal of Molecular Sciences, 25(2), 1065. doi:10.3390/ijms25021065
  9. Zielinska, A., Wójciak, M., & Sowa, I. (2023). Protective Effect of Amaranthus cruentus L. Seed Oil on UVA-Radiation-Induced Apoptosis in Human Skin Fibroblasts. International Journal of Molecular Sciences, 24(13), 10795. doi:10.3390/ijms241310795
  10. Martirosyan, D. M., Miroshnichenko, L. A., Kulakova, S. N., Pogojeva, A. V., & Zoloedov, V. I. (2007). Amaranth oil application for coronary heart disease and hypertension. Lipids in Health and Disease, 6, 1. doi:10.1186/1476-511X-6-1
  11. Duszchowska, A. et al. (2019). Amaranth Oil Increases Total and LDL Cholesterol Levels without Influencing Early Markers of Atherosclerosis in an Overweight and Obese Population. Nutrients, 11(12), 3069. doi:10.3390/nu11123069
  12. FLAVEX Naturextrakte GmbH (2023). Amaranthsamen – Produktinformationen und Novel-Food-Hinweis. Abgerufen von flavex.com