Senföl

Senföl - die "goldene" Flüssigkeit mit langjähriger Tradition: Einst verwendeten es die Menschen in Indien, und später wurde das erlesene Erzeugnis auch von den Chinesen als Würz- und Genussmittel sowie als wertvolles Heilmittel entdeckt. Senföl wird auch Glucosinolat genannt und ist bereits seit mehr als 3.000 Jahren buchstäblich in aller Munde. Es beeindruckt durch seine spezielle Konsistenz, durch diesen einzigartigen Geschmack sowie durch seine unglaubliche Vielseitigkeit. Sie können Senföl nach Bedarf entweder innerlich oder äußerlich anwenden. Was das "magische Mittel", das schon in grauer Vorzeit heiß begehrt war, so besonders macht? Das und vieles mehr erfahren Sie hier:
Senföl

Gewinnung von Senföl

An sich sind es keine außergewöhnlichen Gewächse, aus denen das Senföl gewonnen wird. Ganz im Gegenteil. Vielmehr spielen die Kapuzinerkresse, der Meerrettich oder die Senfpflanze hierbei eine elementare Rolle: Darüber hinaus kommen für die Herstellung auch Gartenkresse, Raps oder Brunnenkresse in Frage, denn auch sie enthalten den begehrten Inhaltsstoff, der das Senföl so kostbar macht: Glucosinolat.

Während Meerrettich, Kapuzinerkresse oder Senf in der Regel ein besonders hochwertiges Senföl garantieren, nutzt man Senföl, welches aus Garten-, Brunnenkresse oder Raps produziert wurde, eher für den Hausgebrauch. Senföl wird, ganz klassisch, im Rahmen des sogenannten Kaltpress-Verfahrens in der Schneckenpresse gewonnen. Interessanterweise kommen im Zuge dessen keine speziellen Hilfsmittel zum Einsatz. Auch dadurch wird der hohe Reinheitsgehalt des Öls gewährleistet. Zusätzlicher positiver Nebeneffekt: Weil bei der Kaltpressung keinerlei Hitze entsteht, bleiben die kostbaren Vitamine, die Enzyme sowie die wertvollen Spurenelemente etc. nahezu vollständig erhalten.

Senföl Inhaltsstoffe

Lecithin und das Enzym Myrosinase sind nur einige der wichtigsten Inhaltsstoffe von Senföl. Des Weiteren sind lebenswichtige Vitamine enthalten, wie zum Beispiel die Vitamine A, B, C und E. Natrium, Calcium, Magnesium und Kalium sind ebenfalls erwähnenswert. Chlor, Kupfer, Mangan, Fluor, Zink und Kupfer reihen sich ein in die Liste der wertvollen Wirkstoffe. Ergänzt wird das Ganze unter anderem durch Phosphor, Eisen, Mangan, Jod und Kupfer. Wer das Öl regelmäßig - innerlich oder äußerlich anwendet, profitiert zudem von ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ballaststoffe, Mineralstoffe, das Glukosid Sinigrin und lebensnotwendige Aminosäuren runden das buchstäblich "hilfreiche" Gesamtpaket der Inhaltsstoffe im Öl ab.

Senföl Kalorien und Nährwerttabelle

Senföl
Senföl
100 g Senföl enthält durchschnittlich:
NährstoffMenge
Kalorien879 kcal (3.680 kJ)
Fettgehalt100 g
Gesättigte Fettsäuren7 g
Ungesättigte Fettsäuren93 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren68 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren25 g
Cholesterin0 mg
Natrium0 mg
Kohlenhydrate0 g
Ballaststoff0 g
Zucker0 g
Protein0 g
Rauchpunkt254 °C

Wirkung von Senföl

Es ist unerheblich, ob Sie Senföl innerlich oder äußerlich anwenden möchten. Die Einsatzmöglichkeiten sind überaus vielfältig, und in vielen Bereichen ist der Wirkeffekt sogar klinisch nachgewiesen worden. So ist es unter anderem die EESCOP bzw. die European Scientifc Cooperative of Phytotherapy, die die Wirksamkeit des Senföls offiziell bestätigt hat. Schwere Erkältungserkrankungen, Grippe sowie auch Unwohlsein oder Erschöpfungszustände können mit dem Öl ebenso gut und zuverlässig gelindert werden, wie Entzündungserscheinungen der Haut oder der Mundschleimhaut. Insgesamt weiß man heute, dass das Öl sowohl schmerzstillend, entkrampfend und pilzabtötend, als auch antibakteriell, entzündungshemmend und immunisierend wirkt. Und nicht nur das, denn es ist auch für seine durchblutungsfördernde und verdauungsregulierende Wirkung bekannt. Das Öl wirkt außerdem schweißtreibend und schleimlösend, es ist ein hervorragender Stoffwechsel-Pusher, es kann stimmungsaufhellend wirken und es zeichnet sich durch seine hautreizende und zugleich antibiotische Wirkung aus. Wenn man bedenkt, dass moderne Antibiotika bei vielen Menschen aufgrund bestimmter Umstände mitunter gar nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten, lohnt es sich in der Tat, auch vor diesem Hintergrund auf Senföl zurückzugreifen.

Anwendungsgebiete von Senföl

Senföl für die Haare

Mit Blick auf die Pflege sowie das gesunde Wachstum der Haare ist Senföl nahezu unerlässlich. Hier steht vor allem die durchblutungsfördernde Wirkungsweise im Fokus. Auf der einen Seite gelingt es durch sanftes Einmassieren, Schmutz, Talg oder andere Verunreinigungen von Haar und Kopfhaut zu lösen. Dadurch wird die Aktivität der Haarwurzeln angeregt, sodass das Haar bei regelmäßiger Anwendung wieder voll und voluminös anmutet. Die Kopfhaut wird zudem mit Feuchtigkeit versorgt, sodass das Haar insgesamt durch eine höhere Widerstandsfähigkeit auffällt. Es lässt sich leichter pflegen, es wird besser kämmbar, und auch der seidige Glanz ist schon bald nicht mehr zu übersehen. Wer häufig mit splissigem oder brüchigem Haar zu kämpfen hat, der wird von dem positiven Wirkeffekt des Senföls ganz gewiss überrascht sein. Spliss tritt nämlich selbst dann nur noch in Einzelfällen auf, wenn Sie Ihr Haar wachsen lassen möchten und es daher eine Zeitlang nur noch selten beim Friseur schneiden lassen. Insofern stellt das Öl eine hilfreiche Essenz dar, um die Gesundheit der Haare von Grund auf - und vor allem auch langfristig - zu gewährleisten. Wenn es zudem um die Bekämpfung von Schuppen geht, ist Senföl ebenfalls sehr empfehlenswert. Auch diesbezüglich nimmt der durchblutungsfördernde, stoffwechselanregende Effekt des Öls einen zentralen Stellenwert ein. Ausgiebige Massagen der Kopfhaut können damit buchstäblich "wahre Wunder" wirken und ein neues Hautbild konzipieren. Haarausfall wird reduziert und das Haarwachstum angeregt

Senföl für die Haut

In Anbetracht der durchblutungsfördernden Wirkung des Öls bietet es sich geradezu an, um das Hautbild zu verbessern oder um Hautunreinheiten zu mildern. Hierbei kommen vor allem auch die entzündungshemmenden sowie die antibakteriellen Eigenschaften zu Gute. Pickel, Unreinheiten wie Milien oder andere hautspezifische Veränderungen können durch die kurzfristige, aber regelmäßige Anwendung dieses Öls rasch und effizient beseitigt werden. Diesbezüglich spielt es übrigens keine Rolle, ob die Gesichtshaut oder die Epidermis des Körpers bzw. von Händen und Füßen mit dem Öl behandelt werden sollen. Apropos: Wer aus beruflichen Gründen viele Stunden täglich auf den Beinen stehen muss, der leidet nicht selten unter starken Fußschmerzen.

Wird nun die Haut an den Füßen sowie an den Unterschenkeln mit dem Öl eingerieben, so ist der charakteristische schmerzstillende Einfluss rasch spürbar. Ein Aspekt, der hier ebenfalls von Vorteil ist: die durchblutungsfördernde Wirkung. In der Tat ist es ein echtes Wohlgefühl, die Haut an unterschiedlichsten Bereichen des Körpers mit Senföl einzureiben.

Senföl in der Küche

Senföl ist aufgrund seines einzigartigen Geschmacks und des spezifischen Aromas ein hervorragendes Würzmittel. Überhaupt macht man sich bereits seit der Antike bei der Zubereitung von Speisen den Wohlgeschmack des Öls zu Nutze. So verwundert es nicht, dass viele Hausfrauen und -männer das Öl aus Brunnenkresse, Raps oder selbst angebauter Gartenkresse in Eigenregie mit Hilfe einer Schneckenpresse herstellen. Es empfiehlt sich unter anderem für die Geschmacksintensivierung von Saucen und Dips, aber auch Fleisch kann damit mariniert und Suppen gewürzt werden. Grundsätzlich sind der Kreativität in der Küche so gut wie keine Grenzen gesetzt. Und wer möglicherweise zu viel Gutes gegessen oder getrunken hat, der ist mit einem Teelöffel des Öls sehr gut beraten, weil dadurch die gestresste Leber wieder ein wenig entlastet wird. Leberschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl treten somit erst gar nicht auf. Zudem ist auch der appetitfördernde Charakter des Öls erwähnenswert.

Senföl in der Kosmetik

Senföl ist buchstäblich gut für Haut und Haar. Insofern ist es geradezu unverzichtbar in der weiten Welt der Kosmetik. Wenn Sie das Öl nach jeder Wäsche oder - bei besonders strapaziertem Haar - in die Haarspitzen einmassieren, gehören brüchige Haare bald der Vergangenheit an. Als Massageöl für Gesicht, Hals, Brust, Arme, Bauch, Beine und Po bietet es sich ebenfalls an. Die durchblutungsfördernde Wirkung trägt auf lange Sicht zur Straffung der Haut bei. Außerdem können Sie somit auch etwas zur Entschlackung Ihrer Haut tun. So macht es Sinn, Senföl etwa drei bis vier Mal im Jahr kurmäßig anzuwenden: So wird das Öl über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen morgens und abends dick auf die Haut aufgetragen. Danach legen Sie Frischhaltefolie darauf, um zu verhindern, dass das Öl an der Luft antrocknet. Das bewirkt, dass die Wirkstoffe für die Dauer der Einwirkzeit von rund 15 Minuten kontinuierlich in die Haut gelangen können. Giftstoffe werden ausgeschwemmt, das Hautbild wirkt frischer und gut durchblutet. Hinsichtlich der antioxidativen Wirkung werden Sie schon nach kurzer Zeit eine Linderung ausgeprägter Fältchen an Gesicht und Hals feststellen. Aber Senföl kann noch mehr: Regelmäßig morgens und abends mit einem Luffa- oder Massageschwamm auf Bauch, Oberschenkel und Po sowie gegebenenfalls auf die Oberarme aufgetragen, zeigt sich in vielen Fällen ein cellulitereduzierender Effekt. Das Hautbild wirkt insgesamt straffer, und Orangenhaut verschwindet mehr und mehr.

Senföl gegen Rheuma

Senföl ist seit langer Zeit bekannt als wohltuendes Rheuma-Präparat bekannt. Schon in der Antike, so heißt es, nahmen die Menschen Senföl zur Hand, um ihre rheumatischen Beschwerden zu lindern. Die intensive entzündungshemmende Wirkung sowie nicht zuletzt der durchblutungsfördernde und entschlackende Effekt machen es zu einem hilfreichen Begleiter für Rheuma-Patienten. Es ist wichtig, das Öl großzügig auf ein leicht angewärmtes Tuch zu geben und dieses auf die betroffenen Körperstellen aufzutragen. Am besten wird das Ganze nun mit Frischhaltefolie umwickelt. So bleibt die Wärme auf der Haut und wird somit nicht nach außen hin abgegeben. Weiterer Nebeneffekt ist, dass das Öl nicht antrocknen kann bzw. im Tuch verbleibt, sondern sukzessive an den Körper abgegeben wird. Rheumatische Beschwerden in den Zehen oder in den Fingern lassen sich im Übrigen gut mit Ölbädern behandeln. Hierzu wird etwa ein Viertel Liter in eine kleine Schüssel gegeben und leicht erwärmt. Wenn man darin die Gliedmaßen eintaucht - etwa eine Viertelstunde lang - ist die schmerzlindernde, entzündungshemmende Wirkung recht deutlich spürbar.

Senföl gegen Entzündungen

Bekanntermaßen wirkt Senföl hervorragend gegen Entzündungen unterschiedlichster Art. Entzündliche Gelenkserkrankungen können durch wohltuende Senf-Wickel gelindert werden. Pickel und Mitesser im Gesicht lassen sich angesichts der entzündungshemmenden Wirkung ebenfalls rasch beseitigen. Dazu gibt man morgens und abends jeweils drei bis vier Tropfen auf die zu behandelnden Hautpartien und kann dann davon ausgehen, dass die Entzündungen buchstäblich über Nacht aus der Haut "gezogen" werden. Selbst bei Entzündungen des Zahnfleisches ist die Verwendung des Öls unerlässlich. Idealerweise tragen Sie das Öl auf die schmerzenden Partien direkt auf das Zahnfleisch auf und kauen zugleich auf einer Nelke. Das ätherische Öl der Nelke, übrigens ein altbewährtes Hausmittel gegen Zahnschmerzen, in Kombination mit der Kraft des Senföls wirken schmerzstillend und helfen, die Entzündung zu mildern. Auch Eiterherde können bei regelmäßiger Anwendung leichter abheilen.

Senföl gegen Blasenentzündung

Gegen Blasenentzündungen helfen häufig nur Antibiotika. Es gibt allerdings Menschen, bei denen ein Antibiotikum nicht anschlägt - aus welchen Gründen auch immer - oder sie vertragen es schlichtweg nicht. Insofern sind Alternativen gefragt, um die Entzündung der Blase bzw. des Blasen-Harn-Traktes zu heilen. Fakt ist, dass sich Senföl durch seinen antibiotischen Wirkeffekt hervortut. Hinzu kommt die pilz- und bakterientötende Wirkung. Senföl, eingenommen als Kapseln wirken antibiotisch, heilend, schmerzstillend und desinfizierend. Die entzündeten Harnwege können so leichter abheilen und schmerzen nicht mehr. In dieser Hinsicht ist ebenfalls der langfristige Wirkeffekt hervorzuheben.

Senföl zur Risikominderung von Krebs

Krebs kann auf unterschiedlichste Weise entstehen. Nicht selten sind auch Giftstoffe, die sich im Körper angesammelt haben, die Ursache für die Entstehung von Krebszellen. Darüber hinaus sind es sogar psychische Leiden, die in dem Zusammenhang von Relevanz sein können. So kann ein Magengeschwür, bedingt durch Stress oder sonstige psychische Überlastungen, über kurz oder lang durchaus entarten und zu einem Krebsgeschwür werden. Zwar ist sich die Wissenschaft noch nicht gänzlich einig, jedoch spricht vieles dafür, dass Senföl ein wertvolles "Helferlein" ist. Mit Blick auf die Linderung depressiver Verstimmungen sowie angesichts der entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung kann man heute mit Fug und Recht behaupten, dass Senföl ein sinnvolles Präparat ist, um das Risiko für die Entstehung von Krebszellen zu lindern.

Senföl bei Ermüdungserscheinungen und depressive Verstimmungen

Einzig und allein Senföl zu verabreichen, wenn es darum geht, etwas gegen depressive Verstimmungen oder gegen Melancholie zu tun, mag nicht immer ausreichend sein, um messbare Erfolge zu erzielen. Allerdings hat sich in unterschiedlichsten Studien gezeigt, dass es hierbei vielmehr auf die wohldurchdachte Kombination mehrerer Präparate ankommt. Es zeigte sich, dass Senföl in Verbindung mit Bachblüten, Melisse und etwas Olivenöl, in Form von Tropfen dargereicht, positive Resultate erzielen kann. Alternativ kann auch Walnussöl anstelle des Olivenöls helfen, diesen Effekt zu generieren. Natürlich ist diesbezüglich stets der Grad der Ausprägung der depressiven Verstimmungen zu berücksichtigen. Vorübergehende Phasen der Depression oder leichte Verstimmungen können jedoch sehr gut mit dieser Kombination gelindert werden. Zu beachten ist dabei, dass das Produkt über einen möglichst langen Zeitraum - etwa zwei bis drei Mal pro Tag - eingenommen wird.

Senföl bei Frauenbeschwerden

Frauen, die im Rahmen ihrer monatlichen Menstruation unter Bauchschmerzen oder sogar Krämpfen zu leiden haben, können Senföl in Form von Kapseln zu sich nehmen. Schon nach kruzer Zeit ist der beruhigende, schmerzstillende Effekt deutlich zu spüren. Auch Kopfschmerzen können dadurch erheblich reduziert werden, wenn diese im Zusammenhang mit der Regelblutung stehen.

Wissenschaftliche Studien rund um Senföl

Aktuelle deutsche Studien belegen eindeutig, dass Senföl Erkältungskrankheiten unterschiedlichster Art um bis zu 50 Prozent reduzieren kann. Die von Natur aus entzündungshemmende, schmerzstillende und vor allem antibiotische Wirkung sei diesbezüglich von grundlegender Relevanz. Es lohnt sich deshalb, gerade vor Beginn der kalten Jahreszeit eine Senföl-Kur durchzuführen, um die Abwehrstoffe des Körpers zu stärken und zu verhindern, dass sich Erkältungsviren an gesunde Zellen andocken können. Des Weiteren ist die vorbeugende Wirkung von Senföl im Hinblick auf Atemwegserkrankungen und grippale Infekte wissenschaftlich nachgewiesen. Menschen, die besonders anfällig auf Kälte und Co. reagieren, sind deshalb gut beraten, stets etwas Senföl zu Hause zu haben.

So wirkungsvoll Senföl im Allgemeinen ist, so wichtig ist es doch zu wissen, dass die Wirkung bei bestimmten Erkrankungen nicht wissenschaftlich belegt ist. Viele Anwender berichten zwar von einer Verbesserung des Hautbildes, wenn sie beispielsweise Pickel oder Hautunreinheiten mit Senföl behandelten. Wissenschaftlich erwiesen ist dieser Wirkeffekt aber derzeit noch nicht. Auch konnte bisher nicht vollständig belegt werden, dass Senföl auch gegen Menstruationsbeschwerden hilft. Es zeigt sich allerdings immer wieder, dass Frauenbeschwerden dieser Art nach Angaben Betroffener gelindert bzw. gänzlich beseitigt werden konnten. Nichtsdestotrotz gibt es nach wie vor noch keine wissenschaftlichen Studien, die dieses auch tatsächlich untermauern.

Senföl selbst herstellen

Es kommt auf den angestrebten Verwendungszweck an. Je nach gewünschter Qualität ist es nämlich nicht unbedingt erforderlich, das Senföl in der Drogerie oder in der Apotheke zu kaufen. Es ist vielmehr sogar denkbar, dass Sie es "in Eigenregie" herstellen. Wenn Sie im Besitz einer Schneckenpresse sind, können Sie die aus biologischem Anbau stammende Brunnen- oder Gartenkresse durch die Presse ziehen und das so gewonnene Öl in einem dunkel gefärbten Glasbehälter auffangen. Überhaupt ist es wichtig, ein dunkles Gefäß zu verwenden, weil das Produkt möglichst nicht mit Tages- oder Sonnenlicht in Berührung kommen sollte. Das könnte dazu führen, dass sich der Anteil der wertvollen Inhaltsstoffe sukzessive reduziert. Eine weitere Möglichkeit, Senföl selbst herzustellen ist, es Senfsamen mit kaltgepresstem, hochwertigem Olivenöl anzureichern. So werden die Samen in eine dunkle Flasche gefüllt und mit dem Olivenöl übergossen. Sie lassen das Ganze etwa zwei Wochen lang stehen und geben die Mixtur dann durch einen feinen Filter. So werden die Senfsamen einfach aufgefangen. Das zurückbleibende Öl zeichnet sich nun durch seinen leichten Senfgeruch bzw. durch einen sanften Senfgeschmack aus.

Lagerung und Haltbarkeit von Senföl

Die Wirkstoffe im Senföl sind recht empfindlich. Vor allem durch Licht und Wärme können sie nachhaltig zerstört oder zumindest in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt werden. Wenn Sie Ihr Senföl adäquat lagern möchten, so sollte eine möglichst kühle Umgebungsluft vorherrschen. Idealerweise befindet sich das Öl in einer dunklen, fest verschlossenen Flasche, sodass kein Tageslicht und keine Feuchtigkeit eindringen können. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass die Flasche möglichst kontinuierlich einer seichten Belüftung ausgesetzt ist. Wärme, Sonnenlicht oder häufiges Umsetzen der Flasche können die qualitative Wertigkeit des Öls überdies in einem nicht unerheblichen Maße schmälern. Wenn Sie also möglichst lange etwas von der heilenden Kostbarkeit haben wollen, ist es wichtig, diese Tipps zu beherzigen. Übrigens sollte schon bei der Herstellung des Öls der Fokus darauf liegen, dass die Senfkörner möglichst rein und frei von Schmutz, Steinchen und Co. sind. Je reiner schon das Ausgangsmaterial ist, desto länger die Haltbarkeit.

Dosierung und Einnahme von Senföl

Sie können Senföl entweder äußerlich anwenden, oder Sie nehmen es in Form von Kapseln oder Dragees ein. Das Hauptprodukt, das Öl, welches in Halb- oder Literflaschen abgefüllt ist, bietet sich für unterschiedlichste Verwendungszwecke an. Sie können damit sehr gut ein Fuß- oder Ganzkörperbad anreichern, wobei etwa zwei Verschlusskappen des Öls ins Wasser gegeben werden. Möchten Sie wohltuende Senföl-Umschläge verabreichen, geben Sie eine Verschlusskappe auf ein vorgewärmtes Tuch und legen dies auf die zu behandelnden Körperpartien. Auch als Tablette oder in Form einer Kapsel ist Senföl als Heilmittel erhältlich. Meist nimmt man etwa eine Tablette - jeweils morgens, mittags und abends - ein. Und zwar über einen Zeitraum von etwa zwei bis vier Wochen hinweg.

Worauf Sie beim Kauf von Senföl achten sollten

Wenn Sie Senföl käuflich erwerben wollen, ist es ratsam, nicht auf den Euro zu achten, nur um Geld zu sparen. Denn Billigprodukte dieser Kategorie sind, wie die Erfahrung häufig zeigt, oftmals mit Schadstoffen besetzt. Es kommt außerdem vor, dass Rückstände der Samen, wie beispielsweise Schmutz, Körnchen oder Steinchen vor dem Pressen nicht aussortiert werden.

Das heißt, dass diese in zerkleinertem Zustand ebenfalls ins Öl gelangen. Keine sonderlich schmackhafte Vorstellung. Aber nicht nur das, denn die Reinheit des Öls wird dadurch reduziert - genauso wie der Anteil der heilenden Inhaltsstoffe. Achten Sie beim Kauf deshalb unbedingt auf ein reines, kaltgepresstes Öl. Der durchschnittliche Preis für einen halben Liter beläuft sich auf etwa zehn bis 15 Euro. Wird das Öl erheblich günstiger im Handel angeboten, können Sie getrost vom Kauf Abstand nehmen.

Senföl Verkaufsformen

Senföl wird hierzulande in unterschiedlichsten Darreichungsformen offeriert. In erster Linie sind hier das Senföl, Kapseln und Tabletten von Belang:

Bio Senföl

Bio Senföl ist das wohl bekannteste Erzeugnis; es ist die Basis für weitere Produkte, die in der Welt der Kosmetik und der Gesundheit zum Einsatz kommen. Sicherlich können Sie Senföl selbst herstellen. Mindestens genauso hochwertig ist Senföl aus der Apotheke oder aus der Drogerie. Wichtig ist, dass es sich dabei um kaltgepresstes Öl handelt. Wird es oral eingenommen, kann mit einem sofortigen Wirkeffekt gerechnet werden, da die Inhaltsstoffe direkt in den Körper gelangen. Natürlich ist es dabei unerheblich, ob das Öl innerlich oder äußerlich zur Anwendung kommt.

Senföl Tabletten

Bei Senföl Tabletten handelt es sich um gepresstes Senföl-Pulver. Wenn Sie eine solche Tablette einnehmen, dann empfiehlt es sich, diese hinter die unteren Vorderzähne unter die Zunge zu legen. Die Mundschleimhaut wird in diesem Bereich besonders stark durchblutet. Das führt dazu, dass die Wirkstoffe des Öls auf direktem Wege in die Blutbahn gelangen können.

Senföl Kapseln

Senföl Kapseln oder Dragees sind zwar ebenfalls reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Jedoch sind sie mit einer Zucker- oder Gallertmasse umgeben. Dies minimiert die Wirkung des Produktes in keinster Weise. Zu beachten ist dabei lediglich, dass die Wirkung zeitverzögert einsetzen wird. Denn erst in der Speiseröhre sowie im Magen- und Darmtrakt löst sich die Hülle restlos auf, was übrigens durchaus ein paar Minuten Zeit in Anspruch nehmen kann. Erst wenn besagte Hülle sich aufgelöst hat, können die Wirkstoffe nach außen hin abgegeben werden. Das heißt, dass sie erst ab diesem Moment ihre Wirkung entfalten können.