Eukalyptusöl

Bereits seit einigen Hundert Jahren wird reines ätherisches Eukalyptusöl in der Naturheilkunde verwendet. Reine ätherische Öle sind sehr intensiv und werden daher in der Regel nicht unverdünnt genutzt. Aufgrund seiner desinfizierenden Wirkung wurde einst Eukalyptusöl zur Desinfektion von Spritzen und medizinischen Bestecken verwendet, heute eher als Inhaltsstoff in Rezepturen von Hustenbonbons (lindert den Hustenreiz), Mundwasser, Gelen und Salben (schmerzlindernd).
Eukalyptusöl

Als Saunaöl hat sich Eukalyptusöl ebenfalls einen Namen gemacht. Der Duft ist angenehm erfrischend und dennoch unaufdringlich, leicht. Der Eukalyptusbaum, dessen Blätter für die Herstellung von Eukalyptusöl benötigt werden, kommt ursprünglich aus Tasmanien und Australien. Aufgrund seiner Beliebtheit ist er mittlerweile auch in China, Argentinien, Brasilien und im Mittelmeerraum anzutreffen. Er gedeiht in Ländern, in denen ein subtropisches, warmes Klima herrscht. Der botanische Name des Eukalyptusbaumes lautet Eucalyptus Globulus. Der Eukalyptusbaum kann bis zu 60 Meter hoch werden und gehört botanisch gesehen zur Familie der Myrtengewächse. Die Blätter sind schmal und reich an ätherischen Ölen, die intensiv duften.

Eukalyptusblätter gelten als Hauptnahrungsmittel von Koalabären. Die Herstellung von reinem ätherischen Eukalyptusöl ist nachhaltig und nicht umweltschädigend, da es sich um eine schnell nachwachsende Ressource handelt. Mehr als 500 verschiedene Eukalyptusbaumarten sind bisher bekannt.

Gewinnung von Eukalyptusöl

Obwohl Gewinnung von Eukalyptusöl immer durch Wasserdampfdestillation geschieht, gibt es Unterschiede. Es kommt darauf an, ob das Eukalyptusöl für den medizinischen oder technischen Bereich verwendet werden soll. Im technischen Bereich werden Farben, Harze und Lacke mit dem ätherischen Öl gelöst, weswegen die natürlichen, im ätherischen Öl enthaltenen Monoterpene von Vorteil sind. Sie werden daher nach der Gewinnung nicht entfernt. Bei der medizinischen Verwendung können sind die natürlichen Monoterpene des Öls unerwünscht, da sie auf manche Menschen hustenreizend wirken. Nach der Gewinnung des ätherischen Öls werden daher die unerwünschten Monoterpene durch Zugabe von Lauge abgetrennt, damit es für die Verwendung im medizinischen Bereich geeignet ist. Die, für die Abtrennung der Monoterpene verwendete Lauge ist nach Abschluss des Reinigungsprozesses im ätherischen Öl nicht mehr nachweisbar.

Medizinisches Eukalyptusöl: Für die Wasserdampfdestillation von etwa 1 Liter reinem ätherischen Eukalyptusöl werden ca. 50 Kilogramm getrocknete Eukalyptusblätter und kleine Asttriebe benötigt. Das Pflanzenmaterial wird jung von der äußeren Baumkrone geerntet, damit die Blätter besonders fein sind. Bei der Wasserdampfdestillation entsteht ein durchsichtiges, klares bis ins gelblich oder grünlich gehendes ätherisches Öl, das frisch grasig und ein wenig nach Kampfer duftet.

Technisches Eukalyptusöl: Für die Wasserdampfdestillation des technischen Eukalyptusöls werden nicht nur Blätter verwendet, sondern auch das Holz vom Eukalyptusbaum.

Bevor reines ätherisches Eukalyptusöl in den Handel kommt, wird es labortechnisch auf seine Inhaltsstoffe und Unbedenklichkeit untersucht, wenn es sich um Öle für die medizinische Verwendung handelt.

Eukalyptusöl Inhaltsstoffe

Folgende bekannten Inhaltsstoffe sind im reinen ätherischen Eukalyptusöl enthalten:

  • Pinen
  • Geraniol
  • Cineol
  • Limonen
  • Cymen
  • Eucalypton
  • Gerbstoffe
  • Phellandren
  • Phenolcarbonsäuren
  • Bitterstoffe
  • Proanthocyanidine
  • Triterpene
  • Euglobale
  • Harze
  • Flavonoide

Reine ätherische Pflanzenöle enthalten zumeist bis zu 400 verschiedene Inhaltsstoffe, die in den meisten Fällen noch nicht in ihrer Gesamtheit erforscht sind. Es finden sich daher auch im Eukalyptusöl Inhaltsstoffe, die hier nicht aufgelistet sind.

Wirkung von Eukalyptusöl

Eukalyptusöl kann innerlich und äußerlich angewendet werden, wobei sich die Wirkung des Öls unterschiedlich entfaltet. Eukalyptusöl ist ein sehr intensives ätherisches Öl und sollte daher sparsam verwendet werden, damit die gewünschte Wirkung eintreten kann. Eine Überdosierung ist daher nicht empfehlenswert. Seit Hunderten von Jahren wird Eukalyptusöl aufgrund seiner verschiedensten Wirkungen auf den menschlichen und tierischen Organismus traditionell verwendet. Folgende Eigenschaften konnten dabei beobachtet und verzeichnet werden:

  • auswurffördernd
  • schleimlösend
  • antibakteriell
  • antiseptisch
  • antirheumatisch
  • belebend, erfrischend
  • bakterizid
  • fiebersenkend
  • durchblutungsfördernd
  • fungizid / antimykotisch
  • fiebersenkend
  • wundheilend
  • antiparasitär
  • antiviral
  • hustenstillend
  • insektizid
  • krampflösend
  • schmerzlindernd
  • motivierend
  • keimtötend
  • adstringierend (zusammenziehend)
  • desodorierend
  • konzentrationssteigernd

Nicht nur Menschen, die Probleme im Bereich der Atemwege haben, fühlen sich von dem frischen und kampferartigen Geruch von Eukalyptus besonders angezogen. Aufgrund verschiedenster Anwendungsmöglichkeiten ist Eukalyptusöl in der Erkältungszeit ein beliebtes Hausmittel. Eukalyptusö ist auch in der Aromatherapie von Bedeutung, weil alleine schon der Duft in der Nase bei Erkältungen Linderung bringen kann. Die erstaunliche Wirkung bei Erkältungen erklärt sich, weil die enthaltenen flüchtigen Stoffe von Eukalyptus die Nervenfasern in den Atemwegen stimulieren, wodurch eine Aktivitätssteigerung der Flimmerhärchen zu verzeichnen ist. Durch die gesteigerte Flimmerhärchenaktivität werden festsitzende Sekrete in den Atemwegen aufgelockert und können abgehustet werden. Damit es gar nicht erst zu Erkältungskrankheiten kommt, kann Eukalyptusöl bereits frühzeitig in der Erkältungszeit vorbeugend verwendet werden. Die antibakterielle, antivirale, antimykotische und keimtötende Wirkung unterstützt erfolgreich das körpereigene Immunsystem, damit Erkältungskrankheiten gar nicht erst entstehen können.

Aufgrund der entkrampfenden, durchblutungsfördernden und schmerzlindernden Wirkung des Eukalyptusöls wird es gerne als Zusatz für Schmerzsalben, Gelzubereitungen und Massageölen verwendet. Da das Öl in Salben, Gelen und Massageölen verdünnt angewendet wird, kommt es nur sehr selten zu Hautreizungen (wenn eine Überempfindlichkeit besteht), eher zu einem spürbaren, angenehmen Kühleffekt im Bereich der Anwendung. Die für die äußerlich Verwendung entwickelten Salben, Cremes, Gele oder Massageöle mit Eukalyptusöl, wirken gegen Verspannungen, Arthrose, Rheuma, Muskelkater, aber auch gegen Kopfschmerzen und Migräne. Die entspannende Wirkung von Eukalyptus ist nicht nur bei Muskelbeschwerden, Schmerzen und Rückenverspannungen angenehmen, sondern auch bei einer Erkältung, da zugleich die Bronchienmuskulatur entspannt wird, wodurch sich eine geänderte Oberflächenspannung in der Lunge (Lungenbläschen) ergibt, die den notwendigen Gastaustausch in der Lunge erleichtert und fördert. Durch die Entspannung fällt das Atmen leichter und der Organismus wird besser mit Sauerstoff versorgt. Hinzu kommt eine Steigerung der Durchblutung in den Muskelbereichen, durch die frischer Sauerstoff und Schlackenstoffe aus den Muskeln (bei Muskelverspannungen und Muskelkater) schneller ausgetauscht werden.

Die keimhemmende und antifungizide Wirkung von Eukalyptus ist der Grund, warum das Öl in Fußbalsamen, aber auch Shampoorezepturen oder Duschgelen enthalten ist. Fußpilzerkrankungen, Schuppen (auf dem Kopf) und parasitäre Hautkrankheiten entstehen gar nicht erst, wenn gering dosiertes Eukalyptusöl in der Kosmetik Verwendung findet. Zudem kann dann bei kosmetischen Produkten in Bioqualität auf die Zugabe von Konservierungsmitteln verzichtet werden, weil der Eukalyptus diese Aufgabe übernimmt.

Anwendungsgebiete von Eukalyptusöl

Aufgrund seiner vielseitigen Wirkung auf den Organismus gibt es auch eine Vielzahl von Anwendungsgebieten, bei denen Eukalyptusöl eine therapeutische Linderung bieten kann.

  • Brustenge (Angina pectoris) wird durch Eukalyptus entkrampft
  • die keimtötende, antifungizide, antibakterielle, antivirale und antiseptische Wirkung des Öls unterstützt das Immunsystem, daher können Grippe und Erkältungskrankheiten vorgebeugt werden, erste Zeichen einer Erkrankung, wie z. B. Heiserkeit, werden gemindert
  • Fieber kann durch Eukalyptusöl gesenkt werden, wobei zusätzlich ein leichtes Kältegefühl auf der Haut verspürt werden kann, wenn das ätherische Öl, mit einem Trägeröl verdünnt, zur Anwendung kommt
  • Beschwerden und Symptome von Erkältungen, Bronchitis und Asthma bronchiale werden durch Eukalyptusöl gemindert und die Lungenatmung erleichtert, weil festsitzender Schleim sich löst und abgehustet werden kann
  • die motivierende und konzentrationssteigernde Wirkung von Eukalyptus wirkt gegen Lethargie, Trägheit und Lustlosigkeit
  • eine schleimlösende und entkrampfende Wirkung von Eukalyptus bietet Linderung bei Stirnhöhlenentzündungen und Sinusitis, begleitende Kopfschmerzen werden ebenfalls gemindert, weil die Hirnkapillare entkrampft und besser durchblutet werden
  • aufgrund der entkrampfenden, schmerzlindernden und durchblutungssteigernden Wirkung ist eine Verwendung von Salben, Gelen und Kompressen mit Eukalyptusöl bei Muskelschmerzen, Rheuma und Nervenentzündungen empfehlenswert
  • im Verdampfer oder bei der Verwendung in der Duftlampe vertreibt der Geruch von Eukalyptus Insekten
  • Beschwerden einer Blasenentzündung können durch die äußere Anwendung mit Eukalyptusöl gelindert werden (schmerzlindernd, entkrampfend, antibakteriell)

Verschiedene Möglichkeiten zur Verwendung von reinem ätherischen Eukalyptusöl

Reines ätherisches Eukalyptusöl kann fast genauso vielseitig verwendet werden, wie es wirkt. Hierbei sollten Sie aber immer bedenken, dass reine ätherische Öle hoch konzentriert sind, und nur sparsam verwendet werden, das Prinzip "viel hilft viel" funktioniert hier nicht. Eukalyptusöle werden in Tropfflaschen im Handel angeboten, damit die Dosierung einfach, genau und gezielt erfolgen kann.

Eukalyptusöl für die Inhalation

Eine sehr klassische Art der Anwendung von Eukalyptusöl ist die Inhalation. Sie kann nicht nur zu Hause mit einer Schüssel mit dampfendem Wasser und ein paar Tropfen des ätherischen Öls, durchgeführt werden, sondern auch in der Sauna, im Dampfbad, in der Badewanne oder mithilfe einer Duftlampe. Bei der Inhalation wird das Öl mit dampfendem Wasser in die Atemluft gebracht und direkt beim Einatmen über die Atemwege aufgenommen. Eine angenehme Wirkung ist spürbar, der Antrieb wird gesteigert, somit auch das Wohlbefinden. Atemprobleme finden Linderung und auch unerwünschte Hauterkrankungen, wie Akne, Pickel oder Mitesser, werden während einer Inhalation im Dampfbad, gleich mittherapiert. Für die einfache Durchführung reichen eine große Schüssel mit heißem, dampfendem Wasser, etwa 5 Tropfen Eukalyptusöl und ein großes Handtuch aus, das während der Inhalation über den Kopf gelegt wird. Bei der direkten Inhalation wird von Medizinern eine Inhalationszeit von 5 bis 7 Minuten (tiefes Ein- und Ausatmen) über der dampfenden Schüssel, empfohlen. Bei Überempfindlichkeit kann es während einer Inhalation zu Schwindel oder Kreislaufproblemen kommen, die Inhalation muss dann bei den ersten Anzeichen beendet werden. Beginnen Sie immer erst mit einer sehr geringen Dosierung des Eukalyptusöls bei einer Inhalation, damit Sie die Wirkung auf den Organismus genau erkennen können. Treten keine Überempfindlichkeiten gegen Eukalyptusöl während der Inhalation auf, können Sie bei Bedarf die Dosis (Tropfenanzahl des ätherischen Öls im Wasser) beruhigt steigern.

Massageöle, Gele und Salben mit Eukalyptusöl

Gegen Schmerzen, Verspannungen, Rheuma, Arthrose, aber auch gegen Erkältungen und Atembeschwerden, werden sehr gerne Salbe, Gele und Massageöle verwendet, die Eukalyptus enthalten. Sie können diese bereits fertig gemischt im Handel kaufen, aber auch bei Bedarf selber anmischen. Hierfür benötigen Sie ein neutrales Pflanzenöl, wie z. B. Mandelöl, eine Eukalyptusöltropfflasche mit reinem ätherischen Öl, evtl. Bienenwachs (für die Salbenherstellung, ca. 2 Gramm auf 30 ml Pflanzenöl mit Eukalyptusöl) oder ein Aloe-Vera-Gel mit natürlichem Verdicker (für die Gelzubereitung). Die Wirkstoffe des Eukalyptusöls können dann direkt durch die Haut an den Schmerz gelangen, aber auch durch eine Inhalation der Duftstoffe, bei einer Einreibung der Brust gegen Erkältungsbeschwerden, in die Atemwege. Je nach gewünschter Wirkweise werden somit Schmerzen gelindert oder die Flimmerhärchenaktivität in den Atemwegen gesteigert, wodurch die Atmung und das Abhusten unterstützt werden. Für eine Massageölzubereitung, die auch als Basis für eine Salbe dienen kann, sind auf 10 ml Pflanzenöl, zwischen 6 und 15 Tropfen des reinen ätherischen Eukalyptusöls, ausreichend. Mischen Sie immer nur kleine Menge Salbe, Gel oder Massageöl an, damit Sie diese zügig verbrauchen können. Wird bei der Salbenherstellung das Trägeröl gemeinsam mit dem Bienenwachs erhitzt, müssen Sie warten, bis die Mischung relativ abgekühlt ist, bevor Sie die gewünschte Anzahl von Eukalyptusöltropfen hinzufügen, da es bei Erwärmung an Wirkung verlieren würde.

Heiße oder kalte Kompressen mit Eukalyptusöl

Kompressen (heiß oder kalt) haben seit jeher in der Volksmedizin, zur Behandlung unterschiedlichster Beschwerden, eine große Bedeutung. Kompressen werden für die geplante Anwendung mit heißem oder kaltem Wasser durchfeuchtet und danach mit einigen Tropfen des ätherischen Eukalyptusöls beträufelt. Die präparierte Kompresse wird auf schmerzende Stellen (z. B. Verspannungen) oder Körperbereiche (z. B. eine Blasenentzündung), aufgelegt. Um den wärmenden und beruhigenden Effekt einer heißen Kompresse so lange wie möglich spüren zu können, hat sich eine zusätzliche Wärmflasche auf der Kompresse bewährt. Eine Kompressen-Behandlung mit Eukalyptusöl wirkt entkrampfend, entspannend und schmerzlindernd.

Wannenbäder mit Eukalyptusöl

Warme oder heiße Wannenbäder sind eine Kombination der äußerlichen und innerlichen Anwendung von Eukalyptusöl. Sie können sowohl bei Erkältungen, Kopfschmerzen, Blasenentzündungen, Atemwegserkrankungen, Grippe und Bronchitis hilfreich sein, weil die wirksamen Inhaltsstoffe des Öls, wie bei der Inhalation, in die Atemwege gelangen, und zugleich über die Haut wirken und Schmerzen, Verspannungen oder Muskelkater, lindern.

Sie können fertige Badeöle oder Schaumbäder mit Eukalyptus im Handel kaufen, aber auch ganz einfach selber eine Eukalyptusölmischung für ein Wannenbad anmischen. Sie benötigen als Emulgator etwa 20 ml Sahne, in die Sie etwa 20 bis 50 Tropfen (je nach Größe der Wanne) des reinen ätherischen Eukalyptusöls tropfen, damit sich das ätherische Öl im Badewasser besser verteilen und lösen kann.

Eukalyptusöl oral verwendet

In geringen Dosen kann reines ätherisches Eukalyptusöl oral eingenommen werden, wenn die Dosierung exakt durchgeführt werden kann (am besten in nicht zu heißen Tee tropfen). Eine Überdosierung von reinem ätherischen Eukalyptusöl, bei einer oralen (inneren) Anwendung, kann zu Magenbeschwerden, Magenschmerzen, Erbrechen oder Übelkeit führen. Verwenden Sie daher lieber im Handel erhältliche Weichkapseln (halten Sie sich an die Dosierangaben), Mundwasser mit Eukalyptus oder Hustenbonbons mit Eukalyptus. Alle Darreichungsformen lindern die Beschwerden von Husten, Kopfschmerzen, Atemwegsbeschwerden und Erkältungen.

Eukalyptusöl für Pferde und andere Haustiere

Verschleimungen oder Erkrankungen der Atemwege sind bei Pferden nicht selten. Eine sanfte Art der Therapie, zur Unterstützung der Schleimlösung und zur Erleichterung der Atmung beim Pferd, ist das Beimischen von getrockneten Eukalyptusblättern zum normalen Futter oder ein paar Tropfen Eukalyptusöl ins Wasser / auf das Futter. Hinzu kommt, dass der Geruch von Eukalyptus Insekten vertreibt. Zur Insektenabwehr wird reines ätherisches Eukalyptusöl mit ein wenig Rimulgan (Emulgator aus Neemöl) und 10 Teilen Wasser vermischt, und in eine Sprühflasche gefüllt, damit die Mischung auf das Pferdefell gesprüht werden kann. Um auch bei Pferden Überempfindlichkeiten gegen Eukalyptusöl ausschließen zu können, ist ein vorheriger Allergietest. Geben Sie ein bis zwei Sprühstöße der Mischung auf die Achselhöhle Ihres Pferdes und beobachten Sie für etwa 24 Stunden die Entwicklung. Treten keine Rötungen auf, können Sie die Mischung auch für die restlichen Fellbereiche verwenden, damit störende Insekten abgehalten, und Läuse, Milben und Flöhe abgetötet, werden.

Bei Hunden können Sie die Eukalyptusölmischung zur Insekten- und Flohabwehr ebenfalls anwenden, bei Katzen, nicht, da Eukalyptusöl auf Katzen toxisch wirkt.

Mückenstiche mit Eukalyptusöl vorbeugen und behandeln

Am besten ist es, wenn Sie gar nicht erst von Mücken gestochen werden, daher ist die Vertreibung von Mücken, mit dem Duft von Eukalyptus, immer empfehlenswert. Kommt es dann doch zu einem Mückenstich, der anschwillt und juckt, reicht ein kleiner Tropfen des ätherischen Öls auf einem Wattestäbchen aus, um damit ein wenig ätherisches Öl auf den Stich, zu tupfen. Das ätherische Öl bewirkt, dass die Schwellung zurückgeht, und der Juckreiz gelindert wird. Diese Therapiemöglichkeit können Sie nur anwenden, wenn Sie sich sicher sind, dass keine Überempfindlichkeit oder Allergie (ist eher selten) gegen reines Eukalyptusöl, besteht.

Aromatherapie mit Eukalyptusöl

Ähnlich, wie bei der Inhalation, kann reines ätherisches Öl in der Duftlampe zur Raumbeduftung verwendet werden. Es werden durch den Duft von Eukalyptus nicht nur Insekten und Mücken vertrieben, sondern auch die Raumluft erfrischt und desinfiziert. Schlechte Gerüche werden neutralisiert und Krankheitserreger abgetötet. Für eine intensive Insekten vertreibende Wirkung kann das ätherische Eukalyptusöl noch mit anderen ätherischen Ölen, wie Lavendel und Citronella und Rosmarin, gemischt werden. Die ätherischen Öle werden nicht pur in die Duftlampe gegeben, sondern lediglich ein paar Tropfen in das Wasser, das sich in der Duftlampe befindet, getropft. Der Duft von Eukalyptusöl, der durch eine Duftlampe verbreitet wird, steigert zudem die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

Eukalyptusöl selbst herstellen

Da reines ätherisches Eukalyptusöl mithilfe von Wasserdampfdestillation hergestellt wird, ist es schwer für Sie, das ätherische Öl auf dem Weg selber herzustellen. Alternativ können Sie mithilfe von Mazeration aus Eukalyptusblättern und einem hochwertigen, neutral riechenden Pflanzenöl, Ihr eigenes Eukalyptusöl selber herstellen.

Für die Mazeration benötigen Sie:

  • getrocknete Eukalyptusblätter
  • ein geruchsneutrales, hochwertiges Pflanzenöl (am besten Mandelöl)
  • ein dicht schließendes Twist-Off-Glas
  • ein Sieb und ein Moltontuch

Die Mazeration:
Zerreiben Sie die gewünschte Menge Eukalyptusblätter zwischen den Händen und geben Sie die zerkleinerten Blätter in ein sauberes Twist-Off-Glas. Gießen Sie dann das geruchsneutrale Trägeröl auf die zerkleinerten Eukalyptusblätter, bis sie komplett bedeckt sind. Drehen Sie den Deckel des Twist-Off-Glas fest zu und stellen Sie das Glas an einen sonnigen, warmen Ort. Es dauert etwa 6 Wochen, bis die Mazeration beendet ist. Während dieser Zeit müssen Sie das Glas jeden Morgen und Abend gut durchschütteln. Die ätherischen Öle, die in den Eukalyptusblättern enthalten sind, gehen bei der Mazeration in das Trägeröl über. Nach etwa 6 Wochen gießen Sie die Öl-Blatt-Mischung durch ein feines Sieb und ein Moltontuch. Füllen Sie dann das fertige Mazerat in eine dunkle Flasche, und bewahren Sie das Mazerat an einem dunklen Ort auf. Es ist mindestens 6 Monate lang haltbar, wenn Sie es wie beschrieben lagern. Das Mazerat hat eine ähnliche Wirkung wie das ätherische Öl, ist aber nicht so intensiv und kann daher auch unverdünnt äußerlich angewendet werden.

Lagerung und Haltbarkeit von Eukalyptusöl

Bewahren Sie ätherische Öle immer dunkel und kühl auf, damit die wertvollen Inhaltsstoffe nicht zerstört werden. Die Haltbarkeit ätherische Öle können Sie dem Produktetikett entnehmen, auf dem ein Datum aufgedruckt ist, das aussagt, bis wann das ätherische Öl bestenfalls verbraucht sein sollte. Verändern sich Duft und Farbe negativ, sollten Sie bereits vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums von der Verwendung absehen, derartige Veränderungen treten bei reinen ätherischen Eukalyptusölen eher selten auf.

Dosierung und Einnahme von Eukalyptusöl

Richten Sie sich immer nach den Dosieranleitungen der Hersteller, sie finden diese auf der Produktpackung oder dem Beipackzettel. Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob ein ausgewähltes Eukalyptusprodukt für Sie geeignet ist, fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Hausarzt. Dosieren Sie lieber zuerst sehr niedrig, wenn Sie selber noch keine persönlichen Erfahrungen mit Eukalyptusöl gemacht haben, und beobachten Sie sich selber. Führen Sie einen Allergietest mit einem Tropfen Eukalyptusöl an der Innenseite Ihres Armes durch. Entdecken Sie innerhalb von 24 Stunden keine Hautrötung oder ein Hautjucken, dürfte keine Allergie vorliegen.

Nebenwirkungen von Eukalyptusöl

Wie bei jedem anderen reinen ätherischen Öl auch kann es zu Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen bei der Anwendung von Eukalyptusöl kommen. Sie sollten sich daher vor der Verwendung über die Nebenwirkungen und Verwendungshinweise der Hersteller informieren und bestenfalls noch selber bei Ihnen testen, ob eine Allergie oder Überempfindlichkeit gegen das Öl vorliegt.

Bei Schwangeren oder Kindern unter drei Jahren wird vor der Verwendung gewarnt, da es in einigen Fällen, durch die Verwendung von Eukalyptusöl, zu akuter Atemnot gekommen ist. Aus Vorsicht werden daher Schwangere und stillende Mütter vor der Verwendung gewarnt, weil die Inhaltsstoffe ätherischer Öle, über die Plazenta oder durch die Muttermilch, auf das Kind übergehen können. Die nächste Warnung gilt Asthmatikern oder Menschen mit chronisch verlaufenden Atemwegserkrankungen, für die die Anwendung von Eukalyptusprodukten, mit einer Reizung der Atemwege verbunden sein kann. Menschen mit Gallen- oder Lebererkrankungen sollten ebenfalls auf die Verwendung des ätherischen Öls verzichten. Hersteller ätherischer Öle und medizinischen Produkten mit Eukalyptus geben nicht nur im Beipackzettel Auskunft über eine empfohlene Dosierung, sondern auch über evtl. Nebenwirkungen oder Wechselwirkung. Lesen Sie daher bitte vor der Anwendung immer genau die Beipackzettel eines Produkts durch.

Bei einer Überdosierung oder bei einer Überempfindlichkeit kann es zu folgenden Reaktionen kommen:

  • Magenschmerzen, Erbrechen, Aufstoßen, Übelkeit (bei oraler Einnahme)
  • Schwindel
  • Hautrötungen oder Juckreiz

Das ätherische Öl sollte daher nie unverdünnt verwendet (einzige Ausnahme, der kleine Tropfen am Wattestäbchen bei einem Mückenstich), und gering dosiert werden. Bei der Anwendung bitte darauf achten, dass ätherische Öle auf Kunststoffoberflächen matte Stellen hinterlassen können, die sich nie wieder entfernen lassen.

Eukalyptusöl Studien

Eukalyptusöl kaufen - Worauf sollte geachtet werden?

Beim Kauf von reinen ätherischen Eukalyptusölen sollten Sie immer darauf achten, dass es sich auch tatsächlich um reine ätherische Öle und nicht um Duftöle oder naturidentische Öle handelt. Die erwünschte Wirkung kann Ihnen nur ein reines ätherisches Öl bieten, das aus natürlichem Pflanzenmaterial destilliert wurde und kein synthetisches Duftöl ist.

Pfefferminzöl Verkaufsformen

Eukalyptusöl in der Tropfflasche

Für die Anwendung in der Duftlampe, zur Inhalation und zur Salben-, Creme- oder Massageherstellung, benötigen Sie das reine ätherische Eukalyptusöl in der Tropfflasche, der integrierte Tropfer ermöglicht Ihnen ein genaues Dosieren. Die Tropfflasche sollte aus dunklem Glas gefertigt sein, damit das hochwertige Öl lichtgeschützt ist, Sie haben die Wahl, ob Sie eine Tropfflasche mit 10, 30, 50 oder 100 ml kaufen möchten. Kaufen Sie zu Beginn lieber einer kleine Menge, bis Sie selber getestet haben, wie gut Sie das reine ätherische Eukalyptusöl vertragen und abschätzen können, wie hoch Ihr Bedarf ist.

Eukalyptusöl Kapseln, für die orale Anwendung

Reines ätherisches Eukalyptusöl kann mit einiger Vorsicht oral eingenommen werden. Die im Handel erhältlichen Eukalyptusöl Kapseln ermöglichen Ihnen eine genaue Dosierung, wenn Sie sich auf die Kraft der Natur bei Erkältungskrankheiten verlassen möchten. Die Kapseln enthalten das reine ätherische Öl, sind aber so gestaltet, dass Sie im Magen keine Reizungen auslösen. Die einzige Nebenwirkung, die sich bei der Einnahme der Kapseln ergeben kann, ist Aufstoßen, wobei die entweichende Luft nach Eukalyptus schmeckt. Da der Geschmack keineswegs unangenehm ist, sind die Kapseln für die orale Anwendung eine gut dosierbare Alternative zum Eukalyptusöl in der Tropfflasche, das sich oral für Anfänger eher schlecht dosieren lässt.