Mandelöl

Mandelöl ist ein Pflanzenöl, das sowohl aus süßen als auch bitteren Mandeln gewonnen wird. Verwendung finden die Samen (Mandeln) getrennt oder als Mischung der beiden Sorten. Als ätherisches Öl ist das sogenannte Bittermandelöl bekannt, das auch nur aus den bitteren Mandeln gewonnen wird. Der Mandelbaum als baumartiges oder strauchartiges Gewächs gehört zur Gattung Prunus der Familie der Rosengewächse. Er wird ungefähr 2 bis 8 Meter hoch. Die Äste des Mandelbaums sind breit nach oben gedreht. Die Blütezeit liegt zwischen März und April, die Reifezeit zwischen Juli und August. Die Steinfrucht ist das Nährfleisch des Endosperms und kommt in Nahrungsmitteln und in Kosmetika zum Einsatz.
Mandelöl

Die Art Prunus dulcis wird in drei Unterarten aufgeteilt:

  • Prunus dulcis, Unterart dulcis als Süßmandel
  • Prunus dulcis, Unterart fragilis als Krachmandel
  • Prunus dulcis, Unterart amara als Bittermandel

Die Bittermandeln werden immer nur in geringeren Mengen verwendet, da sie das Gift Amygdalin enthalten, aus dem durch Einwirkung eines Enzyms hochgiftige Blausäure entstehen kann.

Krachmandeln sind besonders in der Weihnachtszeit beliebt, da ihre knackende Schale für den Rohverzehr gut entfernt werden kann. Mandeln sind für die Herstellung von Marzipan besonders bei den weihnachtlichen Stollenbäckern sehr gefragt. Ursprünglich vermutlich aus Südwestasien stammend, sind Mandelbäumchen heute vor allem in Kalifornien als größtes Anbaugebiet und im Mittelmeerraum besonders in Spanien und Italien beheimatet. Aber auch in unseren Regionen zieren sie mit ihren rosa Blüten im Frühling unsere Gärten.

Gewinnung von Mandelöl

Mandelöl wird aus den reifen Mandeln mittels Kaltpressung gewonnen. Dabei werden die Mandeln zuerst zerkleinert und anschließend mehrmals gepresst. Die Kaltpressung erhält die Nährstoffe der Mandeln. Für eine schonende Pressung werden bestimmte Temperaturgrenzen nicht überschritten. Native Öle behalten durch eine Kaltpressung ihre Natürlichkeit. Für die Kaltpressung werden in modernen Ölmühlen sogenannte Schneckenpressen eingesetzt, die nur eine geringe Reibungswärme erzeugen. Der Wechsel zwischen Verdichtung und Entspannung ist entscheidend für den reibungslosen Verlauf der Kaltpressung. Bei der Entspannung wird der Ölabfluss zum Seiher befördert. Das erhaltene Rohöl muss anschließend noch mittels Sedimentation und Filtration von Sedimenten und Schwebstoffen gereinigt werden. Die durch die Kaltpressung erhalten gebliebenen Ausgangsstoffe haben Einfluss auf den Geruch, der Farbe, dem Geschmack und dem Vitamingehalt der Öle. Während warm gepresste Pflanzenöle geschmacksneutral sind, werden kalt gepresste Öle in ihren Eigenschaften durch die Ölfrucht selbst bestimmt. Edel Naturwaren Mandelöle sind von hochwertiger Qualität und enthalten viele Vitamine, Mineralien und Fettsäuren.

Mandelöl Inhaltsstoffe

Mandelöl ist eine reine und klare Flüssigkeit mit sanft gelber Farbe. Zu den Inhaltsstoffen von Mandelöl gehören u. a. Säuren:

Fettsäuren
Man unterscheidet gesättigte, ungesättigte Fettsäuren und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

  • gesättigte Fettsäuren: Fettsäuren ohne Doppelbindung zwischen C-Atomen
  • ungesättigte Fettsäuren: Fettsäuren mit mindestens einer C=C-Doppelbindung
  • mehrfach ungesättigte Fettsäuren: Fettsäuren mit mehr als 2 C=C-Doppelbindungen

Hier sind besonders die essenziellen Fettsäuren, die nicht vom Stoffwechsel des Menschen synthetisiert werden können hervorzuheben. Dazu zählen die Omega-n-Fettsäuren. Sowohl die ungesättigten als auch die gesättigten Fettsäuren sind Energielieferanten, vermindern Depressionen, unterstützen das Immunsystem und fördern aktiv den Stoffwechselprozess. Durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren wird das Risiko von Herz-Kreislauf- Erkrankungen sowie Erkrankungen der Herzkranzgefäße gesenkt. Der Austausch von gesättigten Fettsäuren durch mehrfach oder einfach ungesättigte Fettsäuren senkt den kardiovaskulären Risikofaktor. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken sich positiv auf Triglyzeride, HDL-Cholesterin sowie dem Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin aus. Studien zeigen, dass die erhöhte Zufuhr von nur einfach gesättigten Fettsäuren sich positiv auf Risikofaktoren wie systolischer und diastolischer Blutdruck, Nüchternglukose und glykiertes Hämoglobin auswirken. Die Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure, Gamma-Linolsäure) und die Omega-3-Fettsäuren senken den Blutfett- und Cholesterinspiegel und beteiligen sich am Aufbau von Zellmembranen. Für die Deckung des Energiebedarfs wird eine Menge von 30 % empfohlen. Davon soll der Bedarf durch 10 % gesättigte Fettsäuren, 10 bis 13 % einfach ungesättigte und der Rest durch mehrfach gesättigte Fettsäuren gedeckt werden.

Ölsäure
Der größte Anteil an ungesättigten Fettsäuren im Mandelöl stellt die Ölsäure dar. Sie gehört zu den wichtigsten einfach ungesättigten Fettsäuren. Aufgrund der Lage ihrer C=C-Doppelbindung an der 9. Stelle ist sie eine Omega-9-Fettsäure. Die reine Ölsäure ist eine ölige, farblose und geruchlose Flüssigkeit. Sie ist in Wasser unlöslich. Im Verhältnis zu den mehrfach gesättigten Fettsäuren ist sie gering oxidationsempfindlich. Die Ölsäure kann durch ihre chemische Struktur leicht in tiefere Hautschichten eindringen und somit einen wirksamen Schutz aufbauen.
Linolsäure:
Linolsäure ist mit 18 Kohlenstoffatomen eine zweifach ungesättigte Fettsäure. Ihr Anteil im Mandelöl liegt bei 20 %. Sie gehört durch die Lage der zweiten C=C-Doppelbindung zu den Omega-6-Fettsäuren. Die reine Linolsäure ist eine ölige, farblose und geruchlose Flüssigkeit. Sie ist oxidationsempfindlich, schlecht wasserlöslich, aber löslich in vielen organischen Lösungsmitteln. Linolsäure muss als essenzieller Nährstoff dem Körper zugeführt werden. Als Bestandteil der Epidermis als wesentlicher Teil von Ceramid 1 ist Linolsäure bei äußerlicher Anwendung in der Lage:

  • Hautreizungen entgegenzuwirken
  • chronischer Lichtschädigung an der Haut entgegenzuwirken
  • bei lichtgeschädigter Altershaut Flecke zurückzubilden
  • Mitessergröße zu reduzieren

Linolsäure wird daher oft für kosmetische Präparate verwendet, weil sie u. a. den UV-Schutz wirksam verbessert und Hautreizungen vermindert. Ebenso erhöht sich durch die Linolsäure die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen.

Palmitinsäure
5 % des Mandelöls besteht aus der Palmitinsäure. Palmitinsäure ist eine gesättigte Fettsäure, die den Hautsäureschutz-Mantel stärkt. Sie ist eine wirksame Barriere gegen alle möglichen äußeren Einflüsse. Sie wird als gesättigte Fettsäure zu den höheren Carbonsäuren gezählt. Bei Zimmertemperatur ist Palmitinsäure ein farbloser Feststoff. Palmitinsäure ist fast unlöslich in Wasser. Die Palmitinsäure ist zu 44 % Bestandteil der Fettmoleküle von Palmöl.

Weitere wichtige Bestandteile des Mandelöls sind Vitamine. Hierzu gehören besonders:

Vitamin A
Kennzeichnet chemische Verbindungen, die biologische Funktionen besitzen. Hierzu zählen Retinal, Retinol, Retinsäure, sowie Retinylpalmitat sowie Dehydroretinol. Das Vitamin A hat wichtige Funktionen beim Wachstum und Aufbau von Schleimhäuten, Blutkörperchen, Stoffwechsel und den Sehvorgang. Retinol ist wichtig für Nervenzellen, Gehirn und Rückenmark. Es erleichtert den Einbau von Eisen und fördert die Bildung von Erythrozyten. Vitamin A ist beim Fettstoffwechsel beteiligt. Das Vitamin spielt eine zentrale Rolle beim Zellwachstum und beim Aufbau der Verdauungs-, Atem- und Harnwege. Es ist an der Knochenbildung und auch an der Knochenheilung beteiligt. Retinol erhöht die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems gegen Infektionen und leistet gegen Bakterien, Parasiten und Viren eine wirkungsvolle Abwehr.

Vitamin E
Mandelöl beinhaltet pro 100 ml ungefähr 32 mg Vitamin E. Vitamin E ist die Zusammenfassung fettlöslicher Substanzen, die vorwiegend antioxidativ wirken. Es ist eine gelbe bis braune Flüssigkeit und kommt in verschiedenen Formen in Nüssen, Getreide, Pflanzenölen, Milch und Eiern vor. Vitamin E ist Bestandteil aller Zellmembranen. Die Grundstruktur bildet ein hydroxylierter Chromanring, der in eine Alpha-, Beta-, Gamma- und Delta-Form unterteilt wird. Die gesättigten Seitenketten unterscheiden sich in:

  • Tocopherole – eine gesättigte Seitenkette
  • Tocomonoenole – eine einfach ungesättigte Seitenkette
  • Tocotrienole- einer dreifach ungesättigte Seitenkette

Eine der wichtigsten Funktionen ist, mehrfach ungesättigte Fettsäuren vor einer Zerstörung zu bewahren. Tocopherol gilt als Radikalfänger. Vitamin E ist verantwortlich für die Steuerung der Keimdrüsen. Synthetisch hergestelltes Vitamin E hat im Vergleich zum natürlich vorkommenden eine reduzierte Wirkung. Es ist relativ hitzebeständig. Mangelerscheinungen an Vitamin E, das in der Leber und im Fettgewebe gespeichert wird, kommen größtenteils nur nach schweren Krankheiten vor und können zu trockener, faltiger Hau, Leistungsschwäche, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Dystrophie, Arteriosklerose oder schlecht heilenden Wunden führen. Vitamin E speichert Feuchtigkeit und unterstützt Vitamin A bei der Zellbildung.

B-Vitamine
Es gibt ungefähr 13 B-Vitamine, die nicht geordnet durchnummeriert sind, weil sich bei verschiedenen Substanzen ein Vitamincharakter nicht beweisen ließ. Somit verbleiben zunächst 8 B-Vitamine, die als Vorstufe für Koenzyme verstanden werden. Mit Ausnahme des Vitamin B12 sind B-Vitamine in Fisch, Grünkohl, Broccoli, Spinat und Milch- oder Leberprodukten nachweisbar. Die einzelnen B-Vitamine sind:

  • Vitamin B1: Thiamin. Es besteht aus einem Thiazol- und einem Pyrimidin-Ring. Ein Mangel an Vitamin B1 führt zu Beriberi, Herzsinsuffizienz, Muskelathrophie, Korsakow-Syndrom oder zur Amnesie.
  • Vitamin B2: Riboflavin.
  • Vitamin B3: Nicotinsäure. Dieses Vitamin ist für den Auf- und Abbau von Nährstoffen, der Verdauung, der Durchblutung und der Hormonbildung wichtig.
  • Vitamin B4: vitaminähnliche Substanz Cholin.
  • Vitamin B5: Pantothensäure. Dieses Vitamin ist wichtig für Verwertung von Kohlehydraten, Fetten sowie der Synthese von Cholesterin.
  • Vitamin B6: Pyridoxin, Pyridoxamin, Pyridoxal. Es ist das wichtigste Coenzym für den Aminosäure-Stoffwechsel.
  • Vitamin B7: Vitamin H, Biotin. Diese Substanz ist wichtig für den Kohlehydratstoffwechsel sowie für Fette und Eiweiße.
  • Vitamin B9: Vitamin B11, Vitamin M, Folsäure. Folate sind beim Zellteilungs- und Wachstumsprozess bedeutungsvoll. Pro Tag sollte eine Mindestmenge von 300 mg eingenommen werden.
  • Vitamin B12: Cobalamin. Es ist vor allen in Fleisch, Leber, Milch, Eiern und Algen vorkommend. Fehlen des Vitamins führt zur Störung bei der Blutbildung oder zu neurologischen Störungen.
  • Vitamin B13: Orotsäure.
  • Vitamin B15: Natriumsalz, Pangamsäure.
  • Vitamin B17: symbolisch für Blausäure abspaltendes Glykosid, Amygdalin.

B-Vitamine unterstützen unter anderem auch die Aufnahme anderer Vitamine aus dem Mandelöl. Sie unterstützen die Wirkung von Vitamin E. Zusätzlich wirken sich B-Vitamine positiv auf den Blutstoffwechsel und auf das Nervensystem aus.

Vitamin D
Dieses Vitamin stärkt besonders das Immunsystem. Es übt großen Einfluss auf die Regulierung des Kalzium-Spiegels im Blut und Knochenbau aus. Ein Mangel an Vitamin D kann im Kindesalter zur Rachitis und im Erwachsenenalter zur Osteomalazie führen. Es gehört zu fettlöslichen Vitaminen der Secosteroiden. Für eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist eine angemessene Sonnenstrahlung notwendig.

Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen vor allen A, D, E und K (K1, K2, K3, K4).

Wasserlösliche Vitamine sind C, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12.

Mineralien kommen im Mandelöl in Form von Kalium, Magnesium und Kalzium vor. Sie beeinflussen wesentlich den Stoffwechsel und die Einlagerung von Flüssigkeiten. Kalium zeigt sich als wichtiger Regulator des Blutdrucks. Es schützt vor Herzerkrankungen und hält den Cholesterinspiegel stabil. Magnesium fördert die Verdauung und stabilisiert die Zellwände. Kalzium sorgt für eine gesunde Hautschicht und verhindert Entzündungen.

Mandelöl Kalorien und Nährwerttabelle

Mandelöl
Mandelöl
100 g Mandelöl enthält durchschnittlich:
NährstoffMenge
Kalorien900 kcal (3.700 kJ)
Fettgehalt100 g
Gesättigte Fettsäuren10 g
Ungesättigte Fettsäuren90 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren66 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren24 g
Cholesterin0 mg
Natrium0 mg
Kohlenhydrate0 g
Ballaststoff0 g
Zucker0 g
Protein0 g
Rauchpunktab 120 °C

Wirkung von Mandelöl

Mandeln können mit einem 20 % hochwertigen Eiweiß bei regelmäßigem Verzehr positiv auf den Körper auswirken und damit den größten Teil des Proteinbedarfs abdecken. Mandeln unterstützen eine Gewichtsreduktion, obwohl sie einen hohen Kalorienwert haben. Der Grund für die Gewichtsreduktion ist dabei die Wirkung auf das metabolische Syndrom und auf den Blutdruck. In den Mandeln sind eine optimale Zusammensetzung von Fettsäuren, Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Kupfer sowie Vitamine wie B und E vorhanden. Vitamin B1 stärkt die Nerven, Vitamin B2 speichert Energie in die Zellen und Vitamin E schützt vor freien Radikalen. Der Körper kann alle genannten Substanzen sehr gut aufnehmen.

Anwendungsgebiete von Mandelöl

Mandelöl für Cholesterinwerte und Blutzuckerspiegel

Mandeln bewirken einen gesünderen Stoffwechsel und eine gesunde Insulinproduktion. Insulin steht im engen Zusammenhang zum Blutszuckerspiegel. Insulin ist ein wichtiges Proteohormon, das in den Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, die sogenannten Langerhansschen-Inseln. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel durch Aufnahme von Glukose aus dem Blut. Bei kohlehydratreicher Ernährung steigt der Blutzuckerspiegel an. Daraufhin erfolgt die vermehrte Insulinausschüttung ins Blut. Das Sinken des Blutglukosespiegels entsteht durch die Glukose-Aufnahme und die Glukose-Speicherung. Cholesterin oder Cholesterol ist ein Bestandteil der Plasmamembran. Cholesterin ist fettlöslich aber nicht wasserlöslich. Für den Transport wird es an Lipoproteine wie VLDL, IDL, LDL, oder HDL u. a. gebunden. Auf den Ausgangsstoff Cholesterin basieren Hormone wie Testosteron, Östradiol, Progesteron, Cortisol oder die Gallensäuren Cholsäuren und Glykocholsäuren. Erkrankungen des Cholesterinspiegels sind die Hypercholesterinämie oder Gallensteine. Ein zu niedriger Cholesteringehalt als eine Form der Hypocholesterinämie ist im Gegensatz zu erhöhten Werten eher seltener. Ein erhöhter Cholesterinwert kann zu einer koronaren Herzkrankheit führen. Die dadurch bedingte Arteriosklerose führt zu Herzinfarkten. Vermeiden kann man es unter Umständen durch geringen Verzehr von Fleisch, Hühnerei, Butter, Milch und deren Produkte. Als Risiskofaktoren gelten neben einer familiären Vorbelastung das Rauchen, erhöhter Blutdruck, niedriges HDL-Cholesterin und das Alter. Der Wirkstoff Polyphenol in Mandeln senkt aktiv den Cholesterinspiegel. 20 % der täglichen Kalorien mit Mandeln führen zu einem gesünderen Stoffwechsel und verbesserter Insulinproduktion.

Mandelöl für die Knochendichte

Von Osteoporose sind besonders Frauen nach den Wechseljahren, Männer über 50, Raucher, Alkoholiker und Menschen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel mit Mangelernährung betroffen. Bei Osteoporose besteht durch die verminderte Knochendichte vermehrt die Gefahr, Knochenbrüche zu erleiden. Sie treten besonders an den Wirbelkörpern durch Sinterungen oder Kompressionen, am Schenkelhals, an den handgelenknahen Speichen, am Oberarmkopf oder am Becken auf. Mandeln senken die Bildung sogenannter Osteoklasten. Die Freisetzung von Kalzium wird vermindert und die Knochendichte bleibt damit erhalten.

Mandelöl für die Haare

Öl wird sehr gern verwendet, um das Haar glänzen zu lassen. Die Fettsäuren umhüllen die Haare und schützen es vor schädlichen Umwelteinflüssen. Es ist besonders bei sprödem und brüchigem Haar zu empfehlen. Die Haarspitzen werden geglättet und die Kopfhaut von Hautschuppen befreit. Somit bekämpft es auf natürliche Weise Spliss und Haarausfall. Zusätzlich pflegen die vielen Nährstoffe das Haar, erneuern die Zellen und fördern den Haarwuchs.

Mandelöl für die Haut

Bei Mandelöl handelt es sich um ein mildes Öl, das besonders zur Pflege von trockener Haut geeignet ist. Ein zur Hautpflege gegen trockene Haut gewonnenes Öl wird ausschließlich aus Süßmandeln hergestellt. Es wird kalt gepresst hergestellt und kann bedenkenlos unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Nur kalt gepresstes Öl ist im Gegensatz zu den im Handel erhältlichen raffinierten Ölen das hochwertige Produkt, worauf man unbedingt achten sollte. Ebenso sollte es aus kontrolliert biologischen Anbau hergestellt sein. Dieses Mandelöl ist klar und hat eine blassgelbe Farbe, ist dünnflüssig und geruchlos bis auf höchstens dem mandeltypischen schwachen Eigengeruch. Mandelöl kann sehr gut als Tages- und Nachtpflege für die Haut verwendet werden.

Es ist einsetzbar von innen und von außen und sorgt für eine Zellneubildung. Zur Reinigung kann Mandelkleie empfohlen werden. Viele Kombinationen als reines Mandelmehl, Sesam, Honig mit Jojobaöl als Gemisch sind für eine Hautpflege ideal. Mandelöl bringt Mineralstoffe in die Zellen und sorgt für Feuchtigkeit. Dem Madelöl wird ein UV-Schutz der Stärke 4-6 zugerechnet. Es kann UVA-Strahlen herausfiltern, aber UVB-Strahlen durchdringen den Schutz trotzdem. Da hilft nur eine Kombination von Mandelöl mit anderen natürlichen Ölen.

Mandelöl für Babys

Für die Babypflege verwenden Krankenschwestern oder Hebammen und Pflegekräfte Mandelöl als Standardöl in der Säuglings- und Kinderpflege.

Mandelöl gegen Falten

Mandelöle werden auf die gereinigte Haut aufgetragen und pflegen die Haut mit hautfettähnlichen Bestandteilen und wertvollen Mineralien. Sie polstern und glätten die Haut. Mit einer Kurpackung, die mindestens 10 - 15 min andauern soll, dringen die wertvollen Bestandteile des Mandelöls tief in die Haut ein und entfalten ihre glättende Wirkung. Bei Augencremes mit Mandelöl ist eine leichte Textur mit guter Streichfähigkeit wichtig, das die Haut am Auge dünn und empfindlich ist.

Mandelöl bei Neurodermitis

Bei offenen Wunden einer akuten Neurodermitis darf kein Mandelöl aufgetragen werden. Die Wunde muss geschlossen sein, um dann das Öl als Therapie leicht einzumassieren. Mandelöl wirkt hier kühlend und schmerzlindernd. Der Neurodermitiker hat veränderte Hautzellen, die die Fähigkeit verloren haben, Feuchtigkeit in die Zellen zu transportieren. Mandelöl reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und führt durch Substitutionstherapie die fehlende Flüssigkeit der Haut wieder hinzu.

Mandelöl für das Immun- und Herz-Kreislaufsystem

Durch eine vermehrte Ernährung mit Mandeln sinkt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

  1. Das Immunsystem wird durch den regelmäßigen Verzehr von Mandeln gestärkt.
  2. Mandeln bewirken eine vermehrte Bildung von Antioxidantien, wodurch Vitamin E Tocopherol sich stark anreichert, der Blutfluss sich verbessert und der Blutdruck absinkt.
  3. Durch die Verminderung des Blutdrucks werden die Blutgefäße geschont und das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung dadurch erheblich gesenkt.

Mandelöl bei Darmerkrankungen

Mandeln fördern die Bildung von gesunden Bakterienstämmen. Die positiven Bakterien werden durch kalt gepresstes Mandelöl, gemahlene Mandeln oder ganze Mandeln stimuliert. Somit sind sie verantwortlich für die Bildung einer gesunden Darmflora gegen Darmträgheit und schwachen Abwehrkräften. Das in Mandeln enthaltende Magnesium hat eine stark entzündungshemmende Eigenschaft. Neben dem Verzehr von Mandeln ist bei Entzündungen auch Meeresalgen, Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne eine gesunde Alternative. Durch das Magnesium beruhigt sich die Darmentzündung.

Mandelöl kaufen - Worauf sollte geachtet werden?

Mandelöl sorgt für eine gepflegte Haut und ist gut verträglich. Dennoch sollten die Angaben auf den Verpackungen bezüglich der Inhaltsstoffe beachtet werden.

Nur durch Kontrolle der Inhaltsangaben kann der Verbraucher ein hochwertiges und kontrolliertes Mandelöl erhalten.

Mandelöl Verkaufsformen

Bio Mandelöl

Bio Mandelöl wird als 100 % reines kalt gepresstes Öl im Handel angeboten. Es ist rein organisch, sehr gut für die Hautpflege oder Aromatherapie geeignet. Enthält die Vitamine A, B1, B2, B6, und E und ist mit und ohne Zusätze von ätherischen Ölen verwendbar. Als Speiseöl ist Mandelöl erhältlich. Durch Erhitzen verliert das Öl seine wertvollen Substanzen. Deshalb sollte es vorwiegend für Salate und Rohkostgerichte verwendet werden. Zum Backen und zum kurzen Andünsten kann es ebenfalls eingesetzt werden. Der Geschmack des Mandelöls ist mild und nussig, sodass es für Marinaden und Dressings als schmackhafte Würze beigegeben werden kann. Für Nachspeisen oder Müsli ist Mandelöl sicher eine leckere Beigabe.