Erdnussöl

Das Erdnussöl wird direkt aus dem Samen der Erdnuss gepresst und besteht dabei hauptsächlich aus Triglyceriden. Die verschiedenen Fettsäuren sind jedoch aufgrund der unterschiedlichen Anbaugebiete der verwendeten Erdnüsse zur Gewinnung dieses Pflanzenöls variabel. Prinzipiell unterscheidet man zwischen dem herkömmlichen Erdnussöl und dem afrikanischen Erdnussöl. Ein Unterschied ist besonders in der Färbung zu erkennen. Raffiniertes Erdnussöl besteht aus einer weißen Masse und fühlt sich besonders fettig an.
Erdnussöl

Es besteht eine leichte gelbliche Färbung, was jedoch beim afrikanischen Erdnussöl den Unterschied ausmacht. Dieses ist eher farblos bis leicht gelbstichig und etwas flüssiger. Das kaltgepresste Erdnussöl variiert zwischen einer leichten bis deutlichen Erdnussnote. Zudem wird der Geruch etwas fruchtig wahrgenommen und der Geschmack ist dabei sehr angenehm. Das gehärtete Erdnussöl ist im Gegensatz dazu fast komplett geruchlos. Vom Geschmack her ist das afrikanische Öl eher nussig und mild, wobei das raffinierte Öl beinahe geschmacklos ist. Der größte Vorteil in der Verwendung von Erdnussöl ergibt sich vor allem aus dessen Haltbarkeit, da dieses Öl im Vergleich zu anderen Pflanzenölen nicht so rasch ranzig wird. Entscheidend ist dabei jedoch die Lagerung. Wird das Erdnussöl im verschlossenen Zustand in einem kühlen, dunklen Raum aufbewahrt, ist eine Haltbarkeit für bis zu 2 Jahre möglich. Eine ungekühlte Lagerung ist auch möglich, wobei die Haltbarkeit dabei auf mehrere Monate sinkt.

Bei einer Temperatur von ungefähr 10 Grad Celsius wird Erdnussöl bereits dickflüssig, was unbedingt beachtet werden sollte, denn bei 3 bis -2 Grad Celsius wird es sogar fest.

Gewinnung von Erdnussöl

Die Erdnüsse müssen nach der Ernte für 2 bis 4 Wochen getrocknet werden, um den Wassergehalt in der Nuss von 40 auf in etwa 7 bis 5 Prozent zu reduzieren. Die Erdnüsse haben nach diesem Vorgang einen Fettgehalt von ungefähr 45 Prozent und müssen anschließend aus ihrer Schale geholt werden. Das Schälen wird mittels Scheibenmühlen oder Riffelwalzen durchgeführt. Danach werden die Nüsse gereinigt und auf speziellen Walzenstühlen zerkleinert. Um das Öl daraus gewinnen zu können, erfolgt im nächsten Schritt das Kaltpressen in einer sogenannten Schneckenpresse. Um auch den Restgehalt an Öl aus dem Presskuchen zu gewinnen, wird dieser mit n-Hexan extrahiert, welches danach wieder abdestilliert wird. Das daraus entstandene Erdnussöl ist jedoch von minderer Qualität, weshalb nur die Kaltpressung allein lohnenswert ist. Die kaltgepresste Qualität ist nicht nur geschmacklich gesehen am intensivsten, sondern ist auch am natürlichsten. Die meisten Erdnussöle im Handel wurden jedoch durch Raffination aufgearbeitet, um einen einheitlichen Standard gewährleisten zu können.

Erdnussöl Inhaltsstoffe

Die Inhaltsstoffe von reinem Erdnussöl unterscheiden sich aufgrund von diversen Umständen. So ist zum Beispiel die Zusammensetzung teilweise von regionalen Bedingungen abhängig. Da der Anbau von Erdnüssen von den Anden Südamerikas bis nach Amerika reicht, variieren auch die Verhältnisse der Inhaltsstoffe. Palmitin-, Linol-, Stearin- und Ölsäure gehören zumindest zu den in den Triglyceriden enthaltenen Fettsäuren und sind daher enthalten. Auch der Gehalt an Behen-, Lignocerin- und Arachinsäure ist typisch für das Erdnussöl. Dieses Öl ist auch reich an Vitaminen, so kommen beispielsweise 23,4 mg Vitamin E auf 100 g Erdnussöl. Zudem sind Vitamin K, D und B1 enthalten. Die Herkunft macht jedoch einen gewissen Unterschied aus, denn das afrikanische Öl fällt aufgrund des verhältnismäßig hohen Ölsäureanteils auf und das Öl aus Südamerika beinhaltet zu ungefähr den gleichen Teilen Ölsäurereste und Linolsäurereste.

Erdnussöl Kalorien und Nährwerttabelle

Erdnussöl
Hanföl
100 g Erdnussöl enthält durchschnittlich:
NährstoffMenge
Kalorien884 kcal (3.701 kJ)
Fettgehalt100 g
Gesättigte Fettsäuren18 g
Ungesättigte Fettsäuren82 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren37 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren45 g
Cholesterin0 mg
Natrium0 mg
Kohlenhydrate0 g
Ballaststoff0 g
Zucker0 g
Protein0 g
Rauchpunktab 160 °C

Wirkung von Erdnussöl

Die positiven Auswirkungen durch die Verwendung von Erdnussöl machen sich sowohl bei innerlicher als auch bei äußerlicher Anwendung bemerkbar, da dieses Öl ein breites Spektrum an Wirkungsfeldern abdeckt. Zu diesen Bereichen gehören die Ernährung, Kosmetik und auch Medizin. Die entzündungshemmende Wirkung gilt als besondere Eigenschaft des Erdnussöls, genauso wie die Regulierung des Stoffwechsels und die Senkung des Cholesteringehalts im Körper. Dank der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirkt Erdnussöl auch gegen Depressionen und beugt Krebserkrankungen vor. Die Verwendung in Form von Massagenölen ist auch sehr beliebt, weil dieses Öl äußerst langsam einzieht und die Haut effektiv mit Feuchtigkeit versorgt.

Deshalb ist Erdnussöl gesund

Erdnussöl besteht zu knapp 44 Prozent aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren und rund 37 Prozent aus einfach ungesättigten Fettsäuren, weshalb es im Vergleich mit herkömmlichen Ölen zu den empfehlenswerten Speisefetten gehört. Die Verwendung von Erdnussöl unterstützt damit nämlich nicht nur die Senkung des Cholesterinspiegels, sondern auch die des Blutdrucks. Die Vielzahl an Vitaminen, welche im Erdnussöl enthalten sind, birgt zudem auch weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Immunsystem.

Anwendungsgebiete von Erdnussöl

Die besondere Zusammensetzung und Wirkungsweise von Erdnussöl sorgt dafür, dass es in den unterschiedlichsten Bereichen zur Anwendung kommt und einen positiven Effekt bewirkt. Egal ob Sie es für die Zubereitung von Speisen verwenden oder für die Behandlung von Hautproblemen einsetzen.

Kochen mit Erdnussöl

Die Hitzestabilität von Erdnussöl ist aufgrund des hohen Flammpunktes ein absoluter Pluspunkt, da es sich dadurch ideal für hohe Temperaturen eignet. Grillen, Braten oder auch Frittieren sind mit diesem Öl problemlos möglich. Daher wird Erdnussöl besonders in der japanischen und chinesischen Küche gerne verwendet.

Speisen in denen Erdnüsse verwendet werden, bekommen durch die Verwendung des Erdnussöls zudem die perfekte Note, wobei auch Salate aufgrund der leicht nussigen Note sehr schmackhaft und außergewöhnlich werden.

Erdnussöl für die Haut

Beschädigte Zellstrukturen werden durch den Einsatz von Erdnussöl gebunden und können die Feuchtigkeit problemlos in die Haut aufnehmen. Besonders Menschen mit Neurodermitis können mit Erdnussöl eine Verbesserung ihres Hautbildes bewirken. Das Erdnussöl wirkt als dünne Ölfilm auf der Haut und bietet ihr Schutz vor schädliche Einflüssen von außen. Dieser feuchtigkeitsregulierende Effekt sorgt dafür, dass Erdnussöl mittlerweile in einigen Körperpflegeprodukten aller Art integriert wird. So findet sich Erdnussöl bereits gerne im Regal der Badeöle und Badeölzusätze, sowie bei den Haut- und Sonnenölen, da der hohe Fettanteil einen idealen Schutz der Haut bietet. Deshalb wird Erdnussöl auch gerne in der Säuglings- und Kinderpflege verwendet. Die Haut wird regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt und die Gefahr des Wundliegens und Aufreibens wird minimiert. Aufgrund der Tatsache, dass Erdnussöl nur langsam einzieht und dabei auch in geringen Mengen sehr gleitfähig ist, macht es zu einem idealen Begleiter bei physiotherapeutischen Behandlung. In diesem Bereich wird das Erdnussöl für Massagen verwendet, wobei es auch für Rheumapatienten zu Anwendung kommt, weil die Durchblutung angeregt wird.

Erdnussöl für die Haare

Die Verwendung von Öl als Pflege für die Haare ist mittlerweile sehr beliebt und keine Seltenheit mehr. Da sich das Erdnussöl wie ein Schutzfilm um jedes einzelne Haar legt, ist es besonders beliebt. Dadurch werden die Feuchtigkeitsdepots in den Haaren geschützt und das Haar wird geschmeidig und bleibt dabei gesund. Zudem wird ein natürlicher Film gebildet, der einen Schutz der Haare vor negativen äußeren Einflüssen bildet. Die Haare werden dadurch auf eine natürliche Weise vor der Sonne und anderen Umwelteinflüssen geschützt. Im Vergleich zu Silikon, welches zu den chemischen Filmbildnern gehört und überaus oft in handelsüblichen Shampoos und Spülungen integriert wird, bildet das Erdnussöl einen schonenden Schutzfilm, der mühelos wieder ausgewaschen werden kann. Es kommt demnach zu keiner dauerhaften Versiegelung der Haare, wodurch pflegende Stoffe regelmäßig zugeführt werden können. Die Wirkung von Erdnussöl bei trockener und schuppiger Haut setzt selbstverständlich auch bei der Kopfhaut ein, weshalb bereits ein paar Tropfen genügen, um sein Haar ideal zu pflegen und schützen.

Erdnussöl gegen Ekzeme

Als Mischung mit dünnflüssigem Paraffin wird Erdnussöl zur erfolgreichen Behandlung von Ekzemen verwendet. Das Auftragen einer solchen Mischung sorgt für eine Linderung bei trockener, juckender und schuppender Haut. Deshalb wird es auch für die Behandlung von Schuppenflechte, Neurodermitis und altersbedingtem Juckreiz verwendet. Bei Problemen aufgrund bestehende Ekzeme wird sowohl die Oberhaut, die sogenannte Epidermis, als auch die sich unterhalb befindende Lederhaut mit Erdnussöl behandelt. Die stark rückfettende Wirkung bringt dabei den Erfolg. Bei Ekzemen fehlt es an Feuchtigkeit, wodurch die Haut besonders belastet und der Fettmantel oftmals komplett zerstört ist. Dieses Problem wird durch das Erdnussöl behoben, da die Feuchtigkeit eindringen kann. Als Mischung mit dem dünnflüssigen Paraffin eignet es sich dann sogar als Badezusatz, da die Haut einen Ölfilm als Schutzschicht erhält. Dadurch wird der körpereigene Fettmantel zumindest vorübergehend ersetzt und die Haut wird geschmeidig. Zudem wird ein erneuter Feuchtigkeitsverlust dadurch verhindert. Dies sorgt für ein geringeres Risiko für neuerliche Ekzeme. Ein komplettes Bad mit Erdnussöl kann einen Schutz der Haut sogar für bis zu zwei Tage ermöglichen. Dabei dringt das Öl in die oberste Hautschicht ein und versorgt diese mit Feuchtigkeit. Aufgrund der Wirkungsweise des Erdnussöls wird zudem verhindert, dass die abgegebene Feuchtigkeit wieder entweicht. Außerdem werden abgestorbene Hautteilchen durch das Öl einfach abgestoßen, weshalb eine Verhornung der Haut verhindert wird. Schädliche Keime werden gleichzeitig in ihrem Wachstum eingeschränkt, wodurch Entzündungen vorgebeugt werden. Bei der Verwendung von Erdnussöl gegen Ekzeme muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass keine anderen Waschlotionen oder Seifen verwendet werden, da diese zu einer Neutralisierung führen können und das Erdnussöl somit unwirksam wird. Zudem kann es in seltenen Fällen passieren, dass sich einzelne Haarfollikel entzünden, weshalb Sie die Haut dahingehend überprüfen sollten.

Erdnussöl zum Frittieren und Braten

Kaltgepresste Öle eigenen sich nicht zum Braten oder gar zum Frittieren. Doch beim Erdnussöl stimmt diese Feststellung nicht, da es einen vergleichsweise hohen Rauchpunkt hat. Daher kann das handelsübliche kaltgepresste Erdnussöl auf etwa unter 160 Grad Celsius erhitzt werden, bevor es verbrennt. Das raffinierte Erdnussöl hält sogar Spitzentemperaturen von bis zu 230 Grad Celsius stand. Somit kann das Erdnussöl auch problemlos zum Frittieren verwendet werden und ersetzt andere Speiseöle als hochwertige Alternative mit essenziellen Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen.

Wokgerichte mit Erdnussöl

Die Verwendung von Erdnussöl im Wok ist überaus beliebt, um allen voran Gemüse, Tofu oder asiatische Nudeln zuzubereiten. Um auch bei extrem hohen Temperaturen den vollen Effekt zu erzielen, lohnt es sich eine Mischung aus raffiniertem und kaltgepresstem Erdnussöl zu erstellen. Diese Mischung kann in einem Wok sogar bei mehr als 160 Grad Celsius verwendet werden. Zudem führt eine solche Mischung zu einem neuen Geschmack, da natives Erdnussöl eher intensiv und raffiniertes eher mild ist. Da frittierte oder gebackene Speisen jedoch nicht so gesund sind, macht es Sinn ein hochwertiges Öl zu verwenden. Um also, auch im Vergleich zu anderen Ölen, der Gesundheit einen Gefallen zu tun, lohnt sich der Griff zum Erdnussöl allemal.

Verwendung in der Industrie

Der Einsatz von Erdnussöl in der Lebensmittelindustrie ist keine Seltenheit mehr. Es wird heutzutage beispielsweise zur geschmacklichen Verbesserung von Gewürzen und Suppen, aber auch zur Herstellung von Margarine verwendet. Des Weiteren findest sich Erdnussöl auch in Anstrichmitteln und Seifen. Dies zeigt vor allem die Vielseitigkeit von Erdnussöl in unterschiedlichen Bereichen. Sogar in vergangen Tagen hat sich Erdnussöl bereits bewährt, denn Rudolf Diesel hat im Jahr 1900 auf der Pariser Weltausstellung im Zuge eines experimentellen Verbrennungsmotors aufgezeigt, dass man Erdnussöl sogar als Kraftstoff verwenden könnte.

Einsatz als Massageöl

Das kaltgepresste Pflanzenöl muss möglich gleitfähig sein, um als Massageöl genutzt werden zu können. Erdnussöl erfüllt, neben Weizenkeimöl, Traubenkernöl, Hanföl und Mandelöl genau die Voraussetzung. Der Vorteil ist vor allem, dass Erdnussöl mit seiner Haltbarkeit von rund 24 Monaten bei sachgerechter Aufbewahrung überzeugt. Zudem ist es äußerst sparsam im Verbrauch, da eine ausgesprochen gute Viskosität besteht. Ein paar wenige Tropfen Erdnussöl reichen bereits für die Massage eines kompletten Rückens aus. Außerdem ist der Geruch sehr schwach, weshalb es sich ideal als Massageöl eignet. Eine gemeinsame Verwendung mit ätherischen Aromastoffen stellt ebenfalls kein Problem dar, weshalb sich eine gewünschte Duftnote erzeugen lässt.

Erdnussöl gegen Verstopfung

Ein Einlauf aus warmen Wasser mit einem Schuss Erdnussöl kann das Problem der Verstopfung besonders effektiv lösen. Das Erdnussöl weicht auch besonders harten Stuhl auf und verwandelt ihn in eine geschmeidige Masse, die leicht ausgeschieden werden kann. Des Weiteren aktiviert ein solcher Einlauf die Darmtätigkeit und erleichtert den Stuhlgang wesentlich. Um die Effektivität des Einlaufs mit Erdnussöl noch zu erhöhen, sollten Sie die Temperatur niedriger halten, wobei Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad Celsius einen zu starken Reiz auslösen könnten, wodurch die Gefahr eines Krampfs besteht. Das Erdnussöl sollte daher eine Wärme von 38 und 40 Grad Celsius haben, um besonders anfangs nur einen schwachen Reiz auszulösen. Durch den hohen Fettanteil im Erdnussöl werden gleichzeitig Schleimhautreizungen im Darm und schmerzhafte Frisuren um den After verhindert.

Erdnussöl kaufen - Worauf sollte geachtet werden?

Beim Kauf von Erdnussöl sollten Sie immer einen Blick in die Flasche werfen. Sobald Trübstoffe im Öl schwimmen, sollte das Öl keinesfalls gekauft werden. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass das Öl bereits ranzig sein könnte. Ein weiterer Blick auf das Etikett ist auch ratsam, um sowohl die Herkunft als auch die Qualität zu überprüfen.

Ein hochwertiges Erdnussöl erkennen Sie bereits an folgenden Punkten:

  • Einfach ungesättigte Ölsäurereste zwischen 35 und 70 Prozent
  • Zweifach ungesättigte Linolsäurereste zwischen 13 und 35 Prozent
  • Vorkommen von Fettsäureresten, wie Palmitinsäure, Arachinsäure, Behensäure, Lignocerinsäure und Stearinsäure

Um nach dem Kauf auch eine lange Haltbarkeit gewährleisten zu können, lohnt es sich ein paar Dinge bei der Lagerung zu beachten. Das Erdnussöl sollte stets gut verschlossen, dunkel und kühl gelagert werden, da sowohl Licht als auch Luft für eine Oxidation der wertvollen Fettsäuren sorgen. Eine Lagerung im Kühlschrank ist ebenso möglich, wobei die Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius fallen darf, da sich das Öl sonst verfestigt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Qualität, da sich das Erdnussöl bei Zimmertemperatur wieder verflüssigt und seinen ursprünglichen Geschmack annimmt.

Erdnussöl Verkaufsformen

Bio Erdnussöl

Der Anbau und die Verarbeitung der Erdnüsse müssen bestimmten Kriterien entsprechen, um ein Bio Erdnussöl zu ergeben. Es gibt bestimmte Mindestanforderung, die zu erfüllen sind: 1. Abstammung der Erdnüsse aus kontrolliert biologischem Anbau. 2. Die Kaltpressung erfolgt mechanisch und ohne der Zufuhr von Wärme. 3. Eine Nachbehandlung, außer beim mechanischen Filterverfahren, findet nicht statt! Diese Kriterien werden ausschließlich von bio-dynamisch wirtschaftenden Landwirten, Abfüllern und Herstellerbetrieben erfüllt. Dadurch entsteht ein ideales Bio Erdnussöl, welches die wertvollen Inhaltsstoffe und den typischen Geschmack nach Erdnüssen besitzt. Das Besondere am Bio Erdnussöl ist vor allem die schonende Pressung ohne Wärmebehandlung, da die Zufuhr von Wärme nicht nur Farb- und Geschmacks-, sondern auch die nützlichen Inhaltsstoffe zerstört. Die Reinigung von Bio Erdnussöl wird mittels einem dreistufigen Filtrationsverfahren durchgeführt, was äußerst schonend ist. Eine weitere Variante dieses Filterprozesses ist die Verwendung einer Zentrifuge. Entscheidend ist jedoch in jedem Fall, dass nur ein geringer bis gar kein Druck auf das Erdnussöl ausgeübt wird. Daher wird in manchem Fällen Papier als Filter verwendet, um zudem den besonderen Geschmack zu erhalten. Während dem gesamten Herstellungsprozess wird auf eine geringstmögliche Sauerstoffzufuhr geachtet, um die Qualität möglichst hoch zu halten. Der Sauerstoff führt nämlich zu einer Oxidation im Öl und damit zu einer enormen Qualitätsminderung. Das Bio Erdnussöl wird nach der Herstellung in einem speziellen Qualitätslabor getestet, damit Sie sich als Kunde auch auf eine sichere Qualität verlassen können. Dieses hochwertige Öl ist dann sowohl im Supermarkt als auch in Reformhäusern und Drogerien erhältlich. Das Abfüllen in den dunkel getönten Glasflaschen erfolgt dabei aus einem wesentlichen Grund, denn dadurch werden die schädigenden Lichtstrahlen vom Öl ferngehalten. Zudem sorgt der luftdichte Verschluss für eine verlässliche Haltbarkeit von in etwa 24 Monaten.