Korianderöl wird aus den Samen der Korianderpflanze (Coriandrum sativum) gewonnen und zählt zu den vielseitigsten ätherischen Ölen in der Naturheilkunde. Bereits im antiken Ägypten und im alten Griechenland war Koriander als Heil- und Gewürzpflanze geschätzt – Archäologen fanden Koriandersamen in Grabstätten aus der Zeit um 5.000 v. Chr. in Mesopotamien.[1] Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 90 cm. Von Juni bis Juli bildet sie zarte weiß-rosa Blüten, aus denen sich die ölhaltigen Samen entwickeln. Das ätherische Öl duftet würzig-warm mit einer leicht zitronigen Note und zeigt in wissenschaftlichen Untersuchungen eine bemerkenswerte antimikrobielle Wirkung gegen verschiedene Bakterienstämme und Pilze.[2] 
Gewinnung von Korianderöl
Reines ätherisches Korianderöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den vollständig ausgereiften Samen der Korianderpflanze (Coriandrum sativum L.) gewonnen. Dabei werden etwa 80 bis 100 Kilogramm getrockneter Koriandersamen benötigt, um einen Liter des kostbaren ätherischen Öls zu destillieren – die Ölausbeute liegt je nach Herkunft und Anbaubedingungen bei 0,1 bis 2,6 Prozent.[3] Das Ergebnis ist eine farblose bis blassgelbe Flüssigkeit mit einem charakteristischen, mild-süßen und warm-aromatischen Duft.[4]
Neben dem ätherischen Korianderöl gibt es auch ein kaltgepresstes Korianderöl (fettes Öl), das direkt aus den ölhaltigen Samen gepresst wird. Dieses kaltgepresste Korianderöl enthält einen hohen Anteil an Petroselinsäure (60–75 %), einer seltenen Omega-12-Fettsäure mit entzündungshemmenden Eigenschaften, und eignet sich besonders für die Hautpflege und die Küche.[5]
Korianderöl gehört zu den 20 wirtschaftlich bedeutendsten ätherischen Ölen weltweit, wobei die wichtigsten Anbauländer Indien, Russland, Marokko, Kanada, Rumänien und die Ukraine sind.[6]
Korianderöl Inhaltsstoffe
Die Zusammensetzung von reinem ätherischem Korianderöl wurde in zahlreichen Studien mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) analysiert. Der Hauptbestandteil ist Linalool, ein Monoterpenalkohol, der je nach Herkunft und Chemotyp 60 bis 80 Prozent des ätherischen Öls ausmacht.[6] Folgende Inhaltsstoffe sind in reinem ätherischem Korianderöl enthalten:
- Linalool (60–80 %) – Hauptwirkstoff mit antimikrobiellen, entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften
- α-Pinen (0,3–11,4 %)
- γ-Terpinen (0,6–11,6 %)
- Kampfer (bis 5,5 %)
- Geranylacetat (bis 4,7 %)
- Geraniol
- Limonen
- Borneol
- p-Cymol
- Terpinolen
- Eugenol (in Spuren)
- Cumarine und Furanocumarine (Umbelliferon, Bergapten) – als Spurenbestandteile
Die International Organization for Standardization (ISO) definiert einen Linalool-Gehalt von 65–78 % als Qualitätsstandard für Korianderöl.[6] Das kaltgepresste (fette) Korianderöl unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung deutlich und enthält vor allem Petroselinsäure, Linolsäure, Phytosterole und Tocopherole (Vitamin E).[5]
Wirkung von Korianderöl
Die Korianderöl Wirkung ist wissenschaftlich in zahlreichen In-vitro- und Tierstudien untersucht worden. Besonders hervorzuheben ist die starke antimikrobielle Aktivität des Öls, die vor allem auf den hohen Linalool-Gehalt zurückzuführen ist.[7] Wie bei allen ätherischen Ölen sollten Sie vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest durchführen: Reiben Sie einen verdünnten Tropfen auf die Innenseite des Unterarms und warten Sie 24 Stunden, ob Rötungen oder Juckreiz auftreten.
Antibakterielle und antimikrobielle Wirkung
In einer wegweisenden Studie der Universität Beira Interior in Portugal testete das Forscherteam um Dr. Fernanda Domingues die Wirkung von Korianderöl gegen 12 verschiedene Bakterienstämme, darunter Escherichia coli, Salmonella enterica, Bacillus cereus und den multiresistenten Keim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Das Ergebnis: Bereits bei einer Konzentration von 1,6 % oder weniger zeigte das Korianderöl eine wachstumshemmende Wirkung gegen alle getesteten Stämme. Bei zehn der zwölf getesteten Bakterienstämme wirkte das Öl sogar bakterizid – es tötete die Keime ab. Der Wirkmechanismus besteht darin, dass das Korianderöl die Zellmembran der Bakterien schädigt, lebenswichtige Prozesse wie die Zellatmung unterbricht und so zum Zelltod führt.[2]
Innerliche Wirkungen
Bei innerlicher Anwendung (stets in fachkundiger Begleitung) werden dem Korianderöl folgende Wirkungen zugeschrieben:
- antibakteriell und fungizid – wirkt gegen grampositive und gramnegative Bakterien sowie Candida albicans[8]
- verdauungsfördernd – regt den Speichelfluss an und unterstützt die Verdauung
- entblähend und krampflösend – reguliert die Darmflora und lindert Blähungen
- appetitanregend und magenstärkend
- entzündungshemmend und schmerzlindernd
- mundpflegend – wirkt Kariesbakterien, Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen entgegen
- durchblutungsfördernd
- entgiftend – unterstützt den Organismus bei der Entgiftung
- blutdruckregulierend – Studien deuten auf eine blutdrucksenkende Wirkung hin[1]
Äußerliche Wirkungen
Bei äußerlicher Anwendung (stets verdünnt mit einem Trägeröl) zeigt das Korianderöl folgende Wirkung auf der Haut und auf die Psyche:
- entzündungshemmend und hautberuhigend – lindert Hautunreinheiten, Rötungen und Juckreiz[5]
- antifungal – unterstützt die Behandlung von Nagelpilz und Fußpilz[8]
- hautpflegend und feuchtigkeitsspendend (insbesondere das kaltgepresste Korianderöl)
- durchblutungsfördernd – löst Verspannungen und lindert Muskelkater bei Massagen
- schmerzlindernd bei rheumatischen Beschwerden
- stimmungsaufhellend und antidepressiv – verdrängt melancholische Stimmungen
- stressmindernd und beruhigend
- belebend und konzentrationsfördernd
- aphrodisierend – regt die Fantasie an und steigert das Selbstbewusstsein
- unterstützend bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten
Anwendungsgebiete von Korianderöl
Es gibt nur wenige ätherische Öle, die eine so breite antimikrobielle Wirkung aufweisen wie das Korianderöl. Sein würzig-warmer Duft mit süßen und holzigen Noten wirkt zugleich kräftigend, ausgleichend und belebend. Trotz seiner stark antibakteriellen Eigenschaften wirkt das Öl in verdünnter Form auf der Haut nur mild reizend – es hat sich bei der Behandlung von Juckreiz, Neurodermitis und Pilzinfektionen der Haut bewährt.[9]
Falls Sie auf Reisen Angst vor einer Lebensmittelvergiftung haben, sollten Sie ein Fläschchen Korianderöl dabeihaben. Denn Korianderöl wirkt nicht nur gegen antibiotikaresistente Keime wie MRSA, sondern auch gegen Salmonellen und lebensmittelverderbende Bakterien wie Escherichia coli.[2]
Die Anwendung auf der Haut
Die Anwendung von Korianderöl für die Haut erfordert stets eine Verdünnung mit einem geeigneten Basisöl. Für die erste Anwendung empfiehlt sich folgende Dosierung: ein Tropfen Korianderöl pro Milliliter Trägeröl (etwa 1–2 %). Mischen Sie die Kombination gut durch und prüfen Sie die persönliche Verträglichkeit an einer kleinen Hautstelle.
Eine klinische Pilotstudie aus dem Jahr 2022 zeigte, dass die tägliche Einnahme von 200 mg kaltgepresstem Koriandersamenöl über 28 Tage die Hautreaktivität bei Frauen mit empfindlicher Haut signifikant reduzierte – Rötungen, Stechen und Juckreiz gingen deutlich zurück.[5]
Zur Behandlung von Hautunreinheiten, Pickeln und Akne im Gesichts-, Rücken- und Dekolletébereich können Sie einige Tropfen Korianderöl in ein hautpflegendes Hanföl in Bio-Qualität geben und auf die betroffenen Stellen auftragen. Alternativ können Sie einige Tropfen des verdünnten Öls in Ihre Lieblingshautcreme einrühren. Da das kaltgepresste Korianderöl reich an natürlichem Vitamin E (Tocopherol) ist, bietet es zusätzlichen antioxidativen Schutz.
Bei Fuß- oder Nagelpilz kann das verdünnte Korianderöl direkt auf die betroffenen Haut- und Nagelpartien aufgetragen werden. Die antifungale Wirkung des Linalools im Korianderöl wurde in Studien bestätigt, wobei das Öl die Zellmembranen der Pilze schädigt und zum Zelltod führt.[8]
Die orale Anwendung
Korianderöl kann in therapeutischer Dosierung auch innerlich eingenommen werden – allerdings nur in Lebensmittelqualität und nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker. Da reines ätherisches Korianderöl sehr intensiv und bitter schmeckt, empfiehlt es sich, einen Tropfen auf einem Stück Würfelzucker oder in einem Löffel Honig aufgelöst einzunehmen.
Die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA hat Korianderöl als GRAS (Generally Recognized As Safe) für die Verwendung in Lebensmitteln eingestuft.[4] Dennoch sollte die innere Anwendung von ätherischen Ölen stets mit Bedacht und in geringer Dosierung erfolgen.
Korianderöl in der Duftlampe
In einem Diffuser oder einer Duftlampe entfaltet Korianderöl seine reinigenden, antifungiziden und antibakteriellen Eigenschaften besonders gut. Drei bis fünf Tropfen genügen, um die Raumluft zu reinigen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.
Sie können das Korianderöl pur verwenden oder mit anderen ätherischen Ölen kombinieren. Besonders harmonisch sind Mischungen mit Lavendelöl, Geranienöl, Sandelholzöl, Patchouliöl, Bergamotteöl oder Ingweröl. Bei der Inhalation über die Duftlampe wirkt Korianderöl:
- belebend und vitalisierend
- stimmungsaufhellend und antidepressiv
- konzentrationsfördernd
- raumluftreinigend
Die Anwendung als Fuß- oder Wannenbad
Für ein entspannendes Korianderöl-Bad geben Sie 3 bis 5 Tropfen Korianderöl in ein kleines Gefäß mit Pflanzenöl oder Sahne als Emulgator. Mischen Sie die Mischung gut durch, bevor Sie sie in das Badewasser geben – so verteilt sich das ätherische Öl gleichmäßig und reizt die Haut nicht.
Der warme, exotische Duft im Badewasser wirkt gleichzeitig entspannend und erfrischend. Bei einem Fußbad schützt das Korianderöl zusätzlich vor Pilzerkrankungen der Haut. Bei Bedarf können Sie das Korianderöl auch mit Eukalyptusöl oder Thymianöl kombinieren, um ein wirksames Erkältungsbad herzustellen, das das Immunsystem unterstützt und Krankheitskeime bekämpft.
Gegenanzeigen: Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Anwendung von Korianderöl verzichtet werden, da keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen.[10]
Korianderöl als Massageöl
Korianderöl wirkt wärmend, schmerzlindernd und durchblutungsfördernd – ideale Eigenschaften für ein wohltuendes Massageöl. Ob nach einer anstrengenden sportlichen Betätigung oder einem stressigen Arbeitstag: Eine Körpermassage mit Korianderöl kann Verspannungen lösen und neue Kräfte schenken.
Für die Herstellung eines Massageöls geben Sie 3 bis 5 Tropfen Korianderöl auf 30 ml eines hochwertigen Basisöls. Als Trägeröle eignen sich besonders:
Die Pflanzenöle sollten nach Möglichkeit aus biologischem Anbau stammen und kaltgepresst sein, damit sie neben ihrer Trägerfunktion zusätzliche Vitamine und hochwertige Fettsäuren für die Hautgesundheit liefern. Auf Wunsch kann das Korianderöl im Massageöl auch mit Lavendelöl kombiniert werden – diese Mischung wirkt besonders entspannend und schützt zugleich vor Erkältungskrankheiten.
Korianderöl für die Haare
Besonders wirksam zeigt sich Korianderöl als Haaröl, da es die Mikrodurchblutung der Kopfhaut anregt und die Kopfhaut von Pilzen, Bakterien und Mikroorganismen befreit. Die Haare können dadurch schneller und gesünder nachwachsen, Juckreiz wird gelindert und das persönliche Wohlbefinden gesteigert.
Für die Anwendung geben Sie 2 bis 3 Tropfen Korianderöl in etwa 20 ml eines pflegenden Pflanzenöls (z. B. Arganöl oder Kokosöl) und massieren die Mischung sanft in die Kopfhaut ein. Lassen Sie das Öl 30 Minuten oder über Nacht einwirken und waschen Sie es anschließend gründlich aus. Verwenden Sie Korianderöl für die Haare niemals pur, sondern immer in Verdünnung.
Korianderöl selber machen
Wer Korianderöl selber machen möchte, kann ein einfaches Koriander-Mazerat (Ölauszug) herstellen. Es handelt sich dabei nicht um ein reines ätherisches Öl, sondern um ein aromatisches Pflanzenöl, das einen Teil der wertvollen Inhaltsstoffe der Koriandersamen enthält.
Rezept für ein Koriandersamen-Mazerat:
- 50 g ganze Koriandersamen im Mörser leicht anstoßen (nicht fein mahlen)
- Die angestoßenen Samen in ein sauberes, verschließbares Glasgefäß geben
- 200 ml hochwertiges kaltgepresstes Pflanzenöl (z. B. Olivenöl oder Jojobaöl) darübergießen
- Das Glas verschließen und an einem warmen, dunklen Ort 2 bis 4 Wochen ziehen lassen
- Täglich leicht schütteln, um die Extraktion zu fördern
- Durch ein feines Sieb oder Mulltuch abseihen und in eine dunkle Glasflasche füllen
Dieses selbst hergestellte Korianderöl eignet sich hervorragend zum Kochen, für Massagen und zur Hautpflege. Es hat jedoch nicht die gleiche Konzentration an Wirkstoffen wie das durch Wasserdampfdestillation gewonnene reine ätherische Korianderöl. Kühl und dunkel gelagert ist es etwa 3 bis 6 Monate haltbar.
Für ein reines ätherisches Korianderöl wird professionelle Destillationsausrüstung benötigt, da die Herstellung durch Wasserdampfdestillation erfolgt und große Mengen an Koriandersamen erfordert.
Dosierung und Einnahme von Korianderöl
Die richtige Dosierung von Korianderöl hängt von der Anwendungsart ab. Da es sich um ein konzentriertes ätherisches Öl handelt, sollte es grundsätzlich sparsam und verdünnt verwendet werden.
Äußerliche Anwendung:
- Massageöl: 3–5 Tropfen auf 30 ml Trägeröl (ca. 1–2 % Verdünnung)
- Hautpflege: 1–2 Tropfen auf 10 ml Trägeröl oder Creme
- Duftlampe/Diffuser: 3–5 Tropfen
- Vollbad: 3–5 Tropfen mit Emulgator (Sahne, Pflanzenöl oder Meersalz)
- Fußbad: 2–3 Tropfen mit Emulgator
- Haaröl: 2–3 Tropfen auf 20 ml Basisöl
Innerliche Anwendung:
Die innere Einnahme von ätherischem Korianderöl sollte ausschließlich unter fachkundiger Anleitung eines Arztes oder Heilpraktikers erfolgen. Verwenden Sie nur Korianderöl in therapeutischer Qualität, das explizit zur inneren Anwendung geeignet ist. Eine übliche Dosierung beträgt 1 bis 2 Tropfen auf einem Stück Würfelzucker oder in einem Teelöffel Honig, ein- bis dreimal täglich.
Hinweis: Es gibt derzeit keine verbindlichen klinischen Dosierungsempfehlungen für Korianderöl als Therapeutikum.[10] Halten Sie bei Unsicherheiten stets Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal.
Korianderöl Nebenwirkungen
Korianderöl gilt bei sachgemäßer Anwendung als gut verträglich. Die US-amerikanische FDA hat Korianderöl als sicher für die Verwendung in Lebensmitteln eingestuft.[4] In einer Sicherheitsbewertung von Burdock und Carabin (2009) wurde ein NOEL (No-Observed-Effect-Level) von 160 mg/kg/Tag im 28-Tage-Tierversuch ermittelt, das Öl zeigte keine mutagenen Effekte und war beim Menschen weder hautreizend noch sensibilisierend.[4]
Dennoch können folgende Nebenwirkungen auftreten:
- Hautreizungen: Unverdünntes Korianderöl kann bei empfindlichen Personen Rötungen, Juckreiz oder Irritationen hervorrufen. Daher sollte das Öl immer verdünnt angewendet und zuvor ein Hautverträglichkeitstest durchgeführt werden.
- Allergische Reaktionen: Personen mit einer Allergie gegen Doldenblütler wie Anis, Kümmel, Fenchel, Dill oder Beifuß können auch auf Korianderöl allergisch reagieren (Kreuzallergie).[10]
- Photosensibilisierung: Korianderöl enthält Spuren von Furanocumarinen, die die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen können. Nach dem Auftragen auf die Haut sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden.
- Wechselwirkungen mit Medikamenten: Korianderöl kann blutzuckersenkend und blutdrucksenkend wirken. Personen, die Diabetes- oder Blutdruckmedikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren.[10]
- Schwangerschaft und Stillzeit: Es liegen nicht genügend gesicherte Daten zur Unbedenklichkeit während der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Die Anwendung sollte in dieser Zeit vermieden werden.[10]
Bei Kindern unter 6 Jahren sollte Korianderöl nicht angewendet werden. Bewahren Sie ätherische Öle stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
Korianderöl kaufen – Worauf sollte geachtet werden?
Beim Kauf von Korianderöl sollten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale achten, um ein hochwertiges Produkt zu erhalten:
- Botanische Bezeichnung: Auf dem Etikett sollte der lateinische Name „Coriandrum sativum" angegeben sein.
- Reinheitsangabe: Achten Sie darauf, dass es sich um 100 % reines ätherisches Korianderöl handelt – nicht um ein Duftöl, Parfümöl oder „naturidentisches" Öl. Synthetische Duftöle besitzen keinerlei therapeutische Wirkung.
- Bio-Qualität: Bio-zertifiziertes Korianderöl garantiert den Anbau ohne synthetische Pestizide oder Düngemittel.
- Herkunftsland: Der Hersteller sollte das Herkunftsland der Koriandersamen angeben.
- Gewinnungsart: „Durch Wasserdampfdestillation" ist die Standardmethode für ätherisches Korianderöl.
- Haltbarkeitsdatum: Ein Produktions- oder Haltbarkeitsdatum zeigt die Frische des Öls an.
- Verpackung: Hochwertiges Korianderöl wird in dunklen Glasflaschen (braun oder blau) mit Tropfeinsatz verkauft, um die lichtempfindlichen Inhaltsstoffe zu schützen.
- Chargennummer und Analysezertifikat: Seriöse Hersteller stellen GC-MS-Analysezertifikate zur Verfügung, die die Zusammensetzung des Öls belegen.
Korianderöl ist in Apotheken, Reformhäusern, Bioläden und im Fachhandel erhältlich. Achten Sie bei Online-Bestellungen besonders auf die Seriosität des Anbieters und vergleichen Sie Kundenbewertungen. Lagern Sie Ihr Korianderöl nach dem Kauf dunkel, kühl und gut verschlossen, um die wertvollen Inhaltsstoffe lange zu bewahren.
Quellenverzeichnis
- Mahdi, A. A., et al. (2021). Essential Oil from Coriandrum sativum: A review on Its Phytochemistry and Biological Activity. Molecules, 28(2), 696. doi:10.3390/molecules28020696. PMC9864992.
- Silva, F., Ferreira, S., Queiroz, J. A., & Domingues, F. C. (2011). Coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil: its antibacterial activity and mode of action evaluated by flow cytometry. Journal of Medical Microbiology, 60(10), 1479–1486. doi:10.1099/jmm.0.034157-0.
- Al-Snafi, A. E. (2016). A review on Coriandrum sativum: A medicinal plant. International Journal of Pharmacy and Pharmaceutical Sciences. Zitiert nach: Satyal, P. & Setzer, W. N. (2020). Chemical Compositions of Commercial Essential Oils From Coriandrum sativum. Natural Product Communications, 15(7). doi:10.1177/1934578X20933067.
- Burdock, G. A., & Carabin, I. G. (2009). Safety assessment of coriander (Coriandrum sativum L.) essential oil as a food ingredient. Food and Chemical Toxicology, 47(1), 22–34. doi:10.1016/j.fct.2008.11.006.
- Kern, C., et al. (2022). Effect of the supplementation of virgin coriander seed oil on reducing reactivity in healthy women with sensitive skin: a randomized double-blind placebo-controlled pilot clinical study. Food & Nutrition Research, 66. doi:10.29219/fnr.v66.7599. PMC9004245.
- Satyal, P. & Setzer, W. N. (2020). Chemical Compositions of Commercial Essential Oils From Coriandrum sativum Fruits and Aerial Parts. Natural Product Communications, 15(7). doi:10.1177/1934578X20933067.
- Kačániová, M., et al. (2020). Antioxidant, Antimicrobial and Antibiofilm Activity of Coriander (Coriandrum sativum L.) Essential Oil for Its Application in Foods. Foods, 9(3), 282. doi:10.3390/foods9030282. PMC7142854.
- Freires, I. A., et al. (2014). Coriandrum sativum L. (Coriander) Essential Oil: Antifungal Activity and Mode of Action on Candida spp., and Molecular Targets Affected in Human Whole-Genome Expression. PLoS ONE, 9(6), e99086. doi:10.1371/journal.pone.0099086. PMC4047076.
- Silva, F., & Domingues, F. C. (2017). Antimicrobial activity of coriander oil and its effectiveness as food preservative. Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 57(1), 35–47. doi:10.1080/10408398.2013.847818.
- WebMD. Coriander – Uses, Side Effects, and More. Abgerufen am 12. Februar 2026 von: https://www.webmd.com/vitamins/ai/ingredientmono-117/coriander









