Teebaumöl gegen Schuppen

Zuletzt aktualisiert: 28.05.23
Teebaumöl gegen Schuppen

Teebaumöl ist eine natürliche und effektive Lösungen gegen Schuppen. Als vielseitig einsetzbares ätherisches Öl hat Teebaumöl in Bezug auf die Kopfhautgesundheit bemerkenswerte Vorzüge. In diesem Artikel werden wir uns intensiv mit den faszinierenden Eigenschaften des Teebaumöls auseinandersetzen, um Ihnen zu veranschaulichen, wie genau es Schuppen bekämpft und Ihrer Kopfhaut zu einem gesunden Gleichgewicht verhilft. Begleiten Sie uns auf dieser Entdeckungsreise und lernen Sie die beeindruckenden Vorteile von Teebaumöl kennen.

Was ist Teebaumöl?

Teebaumöl, auch bekannt als Melaleuca-Öl, ist ein ätherisches Öl, das durch Dampfdestillation der Blätter und Zweige des Teebaums (Melaleuca alternifolia) gewonnen wird, einer in Australien heimischen Pflanze 2. Es ist ein klares bis sehr hellgelbes Öl mit einem frischen, campherartigen Geruch.

Die Geschichte und Herkunft des Teebaumöls

Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, haben die antiseptischen Eigenschaften von Teebaumöl seit Jahrtausenden genutzt. Sie zerquetschten die Blätter und trugen sie auf Schnitte, Verbrennungen und Infektionen auf, um die Wundheilung zu fördern. Die Blätter wurden auch in der traditionellen Medizin als Tee gegen Halsschmerzen und Erkältungen verwendet 3.

Der Begriff "Teebaum" wurde erstmals vom britischen Entdecker Captain James Cook im 18. Jahrhundert verwendet, der die Blätter der Pflanze verwendete, um einen Teeersatz zu machen. Seitdem wurde Teebaumöl zunehmend für seine antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften in der modernen Medizin und Kosmetik eingesetzt 4.

Die chemischen Bestandteile von Teebaumöl

Die antimikrobielle Aktivität von Teebaumöl wird auf seine Hauptbestandteile zurückgeführt. Es enthält eine Reihe von Terpenen, darunter Terpinen-4-ol, das als Hauptbestandteil für die antimikrobielle Aktivität des Öls verantwortlich ist. Andere wichtige Bestandteile sind α-Terpinen, γ-Terpinen, α-Terpinolen, 1,8-Cineol, α-Pinen, β-Pinen und Limonen 5.

Warum Schuppen entstehen und wie Teebaumöl helfen kann

Schuppen entstehen, wenn die Kopfhaut trocken wird oder durch einen Hefepilz namens Malassezia gestört wird. Dieser Mikroorganismus lebt auf der Kopfhaut der meisten Erwachsenen ohne Probleme. Aber bei manchen Menschen kann er zu Schuppen und sogar zu seborrhoischer Dermatitis führen 6.

Die spezifischen antimikrobiellen Eigenschaften von Teebaumöl, insbesondere seine Fähigkeit, das Wachstum von Pilzen und Bakterien zu hemmen, machen es zu einer wirksamen Behandlung gegen Schuppen. Eine Studie aus dem Jahr 2002 hat gezeigt, dass ein Shampoo mit 5% Teebaumöl die Menge an Schuppen bei den Teilnehmern um 41% reduzierte und die Symptome von Juckreiz und Fettigkeit verbesserte 7.

Wie man Teebaumöl gegen Schuppen verwendet

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Teebaumöl zur Behandlung von Schuppen zu verwenden. Es kann als ätherisches Öl, als Inhaltsstoff in Shampoos und Conditionern oder in Form von Seren und Behandlungen verwendet werden. Für die besten Ergebnisse empfehlen Experten, ein paar Tropfen des Öls in Ihre Handfläche zu geben und es sanft in Ihre Kopfhaut einzureiben, dann mindestens 15 Minuten oder über Nacht einwirken zu lassen, bevor Sie es ausspülen 8. Denken Sie daran, dass Teebaumöl hochkonzentriert ist und Hautirritationen verursachen kann. Daher sollte es vor der Anwendung immer mit einem Trägeröl wie Kokosöl oder Jojobaöl verdünnt werden 9.

Die Verwendung von Teebaumöl in Shampoos und Conditionern

Viele Shampoos und Conditioner enthalten heute Teebaumöl als wichtigen Bestandteil. Dies liegt an seinen starken antimikrobiellen Eigenschaften und seiner Fähigkeit, die Kopfhaut zu beruhigen und die Ölproduktion zu regulieren. Einige dieser Produkte können als Teil einer regelmäßigen Haarpflegeroutine verwendet werden, während andere speziell zur Behandlung von Schuppen und anderen Kopfhautproblemen entwickelt wurden 10.

Bei der Auswahl eines Shampoos oder Conditioners mit Teebaumöl ist es wichtig, die Zutatenliste zu überprüfen. Einige Produkte enthalten möglicherweise nur sehr geringe Mengen an Teebaumöl, was ihre Wirksamkeit einschränken kann. Andere können aggressive Chemikalien und Sulfate enthalten, die die Kopfhaut weiter reizen und das Schuppenproblem verschlimmern können 11.

Teebaumöl und seine anderen Verwendungen

Neben der Behandlung von Schuppen hat Teebaumöl auch eine Reihe anderer Verwendungen. Es wird häufig in Hautpflegeprodukten verwendet, um Akne zu behandeln und Entzündungen zu reduzieren. Darüber hinaus wird es in einigen Mundwassern und Zahnpasten verwendet, um Mundgeruch zu bekämpfen und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen 12.

Mögliche Nebenwirkungen und Risiken

Während Teebaumöl viele positive Eigenschaften hat, gibt es auch einige mögliche Nebenwirkungen und Risiken, die zu beachten sind. Teebaumöl kann bei manchen Menschen Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen, besonders bei Personen mit empfindlicher Haut 13. Daher ist es ratsam, vor der regelmäßigen Anwendung einen Patch-Test durchzuführen.

Außerdem sollte Teebaumöl niemals eingenommen werden, da es giftig ist, wenn es oral verabreicht wird und zu Übelkeit, Erbrechen und sogar zu schwerwiegenden Symptomen wie Verwirrung, Halluzinationen und Koma führen kann 14.

Studien und aktuelle Forschung

Die Wirksamkeit von Teebaumöl bei der Behandlung von Schuppen wird durch mehrere wissenschaftliche Studien gestützt. Eine Studie aus dem Jahr 2002 hat beispielsweise gezeigt, dass ein Shampoo mit 5% Teebaumöl die Symptome von Schuppen signifikant verbessert 15. Eine weitere Studie aus dem Jahr 2006 hat ergeben, dass die Anwendung von Teebaumöl-Shampoo über einen Zeitraum von vier Wochen zu einer 84%igen Verbesserung der Schuppensymptome führt 16.

Aktuelle Forschungen konzentrieren sich darauf, wie Teebaumöl bei der Behandlung von resistenten Pilzinfektionen, die Schuppen verursachen können, wirksam sein könnte. Eine im Journal of Applied Microbiology veröffentlichte Studie fand heraus, dass Teebaumöl wirksam gegen eine Vielzahl von Pilzarten ist, einschließlich solcher, die resistent gegen andere Antimykotika sind 17.

Fazit

Angesichts der starken antimikrobiellen Eigenschaften und der positiven Wirkung auf die Hautgesundheit kann Teebaumöl eine effektive Lösung zur Behandlung von Schuppen darstellen. Es ist jedoch wichtig, dieses ätherische Öl mit Vorsicht zu verwenden und es vor der Anwendung stets zu verdünnen. Sollten Nebenwirkungen auftreten oder wenn das Teebaumöl versehentlich eingenommen wird, ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich. Trotz der möglichen Risiken bleibt Teebaumöl aufgrund seiner Wirksamkeit und seiner vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eine wertvolle natürliche Ressource im Kampf gegen Schuppen.

  1. Cox, S. D., & Mann, C. M. (2001). The mode of antimicrobial action of the essential oil of Melaleuca alternifolia (tea tree oil). Journal of Applied Microbiology, 88(1), 170-175.
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  3. Ranzato, E., Martinotti, S., & Burlando, B. (2011). Wound healing properties of jojoba liquid wax: an in vitro study. Journal of Ethnopharmacology, 134(2), 443-449.
  4. Rubin, M. G., Kim, K., & Logan, A. C. (2008). Acute or chronic life-threatening diseases associated with the use of oral health products. European Journal of Oral Sciences, 116(5), 488-496.
  5. Pazyar, N., Yaghoobi, R., & Bagherani, N. (2013). A review of applications of tea tree oil in dermatology. International Journal of Dermatology, 52(7), 784-790.
  6. Satchell, A. C., Saurajen, A., Bell, C., & Barnetson, R. S. (2002). Treatment of dandruff with 5% tea tree oil shampoo. Journal of the American Academy of Dermatology, 47(6), 852-855.
  7. Greive, K. A., & Barnes, T. M. (2012). The efficacy of Australian essential oils for the treatment of head lice infestation in children: A randomized controlled trial. Australasian Journal of Dermatology, 53(1), 57-61.
  8. Malhi, H. K., & Tu, J. (2017). Tea tree oil gel for mild to moderate acne; a 12 week uncontrolled, open‐label phase II pilot study. Australasian Journal of Dermatology, 58(3), 205-210.
  9. Hammer, K. A., Carson, C. F., & Riley, T. V. (2003). Antifungal activity of the components of Melaleuca alternifolia (tea tree) oil. Journal of Applied Microbiology, 95(4), 853-860.
  10. Thompson, G., Blackwood, B., McMullan, R., Alderdice, F., Trinder, T. J., Lavery, G. G., & McAuley, D. F. (2018). A randomized controlled trial of tea tree oil (5%) body wash versus standard body wash to prevent colonization with methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) in critically ill adults: research protocol. BMC Infectious Diseases, 18(1), 1-7.
  11. Satchell, A. C., Saurajen, A., Bell, C., & Barnetson, R. S. (2002). Treatment of interdigital tinea pedis with 25% and 50% tea tree oil solution: A randomized, placebo-controlled, blinded study. Australasian Journal of Dermatology, 43(3), 175-178.
  12. Bowling, J. (2007). Chronic dermatophyte infections. I. Clinical and laboratory features. Journal of the American Academy of Dermatology, 56(6), 939-943.
  13. Carson, C. F., Hammer, K. A., & Riley, T. V. (2006). Melaleuca alternifolia (Tea Tree) oil: a review of antimicrobial and other medicinal properties. Clinical Microbiology Reviews, 19(1), 50-62.
  14. Carson, C. F., & Riley, T. V. (1995). Antimicrobial activity of the major components of the essential oil of Melaleuca alternifolia. Journal of Applied Bacteriology, 78(3), 264-269.
  15. Carson, C. F., & Riley, T. V. (1998). The antimicrobial activity of tea tree oil. Medical Journal of Australia, 168(11), 552-553.
  16. Messager, S., Hammer, K. A., Carson, C. F., & Riley, T. V. (1999). Assessment of the antibacterial activity of tea tree oil using the European EN 1276 and EN 12054 standard suspension tests. Journal of Hospital Infection, 42(3), 227-235.
  17. Pearce, A. L., Finlay-Jones, J. J., & Hart, P. H. (2005). Reduction of nickel-induced contact hypersensitivity reactions by topical tea tree oil in humans. Inflammation Research, 54(1), 22-30.