Lavendelöl lässt sich nicht nur äußerlich anwenden, sondern auch in Form standardisierter Kapseln einnehmen – vorausgesetzt, es handelt sich um ein zugelassenes pharmazeutisches Präparat. Das bekannteste Produkt auf dem deutschen Markt ist Lasea® mit dem patentierten Wirkstoff Silexan®, einem speziell aufbereiteten ätherischen Öl aus Echtem Lavendel (Lavandula angustifolia). Silexan ist seit 2009 in Deutschland als pflanzliches Arzneimittel zugelassen und zählt zu den am besten erforschten pflanzlichen Wirkstoffen bei Angststörungen. Die Einnahme von frei verkäuflichem ätherischem Lavendelöl – also das Schlucken von Tropfen aus der Flasche – ist dagegen nicht sicher und kann die Schleimhäute schädigen.
Dieser Artikel erklärt, was Silexan genau ist, wie die Kapseln wirken, welche Studien ihre Wirksamkeit belegen und welche Nebenwirkungen auftreten können. Sie erfahren außerdem, warum reines ätherisches Öl nicht zum Einnehmen geeignet ist und wann Lavendelöl-Kapseln eine sinnvolle Option sein können. Einen Überblick über alle äußerlichen Anwendungsmethoden finden Sie im Artikel zur Lavendelöl-Anwendung.

Lavendelöl-Kapseln bieten eine praktische Möglichkeit, die angstlösenden und beruhigenden Eigenschaften des Lavendels innerlich zu nutzen. Die Studienlage zu Silexan ist für ein pflanzliches Arzneimittel ungewöhnlich umfangreich: Mehr als sechs randomisierte, placebokontrollierte klinische Studien mit über 2.200 Teilnehmern wurden durchgeführt.[1]
Auf einen Blick
- Wirkstoff: Silexan® (80 mg Lavendelöl pro Kapsel) ist der einzige zugelassene Lavendelöl-Wirkstoff zur oralen Einnahme in Deutschland – erhältlich als Lasea® in Apotheken.
- Wirksamkeit: In klinischen Studien senkte Silexan Angstsymptome vergleichbar mit Lorazepam (0,5 mg/Tag) und Paroxetin (20 mg/Tag), bei deutlich weniger Nebenwirkungen.[2]
- Dosierung: 1 × 80 mg täglich ist die Standarddosis; 160 mg zeigten in einer Studie stärkere Effekte, sind aber nicht als Regelempfehlung zugelassen.
- Nebenwirkungen: Hauptsächlich Aufstoßen (Eruktation) und leichte Magen-Darm-Beschwerden – etwa 3 % häufiger als unter Placebo.[3]
- Kein Abhängigkeitspotenzial: Silexan verursacht weder Sedierung noch Gewöhnung, Entzugssymptome oder sexuelle Dysfunktion.
- Warnung: Reines ätherisches Lavendelöl aus der Flasche darf NICHT geschluckt werden – nur pharmazeutisch aufbereitete Kapseln sind zur Einnahme geeignet.
Kann man Lavendelöl einnehmen?
Lavendelöl darf nur in Form zugelassener pharmazeutischer Präparate eingenommen werden – niemals als reines ätherisches Öl direkt aus der Flasche. Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Pflanzenextrakte, die unverdünnt die Mund- und Speiseröhrenschleimhaut reizen und zu Übelkeit, Erbrechen oder Magenkrämpfen führen können. Handelsübliche ätherische Lavendelöle (z. B. aus der Drogerie) sind zudem nicht auf orale Reinheit geprüft und können Verunreinigungen enthalten.
Wer Lavendelöl innerlich nutzen möchte, greift zu Lavendelöl-Kapseln aus der Apotheke. Das einzige in Deutschland zugelassene Präparat ist Lasea® mit dem Wirkstoff Silexan®. Die Weichgelatinekapseln enthalten exakt dosiertes, standardisiertes Lavendelöl, das den strengen Qualitätsanforderungen des Europäischen Arzneibuchs (Ph. Eur.) entspricht.[4]
Was ist Silexan® und wie wirkt es?
Silexan® ist ein patentierter Wirkstoff der Firma Dr. Willmar Schwabe, der durch schonende Wasserdampfdestillation aus den Blüten von Lavandula angustifolia gewonnen wird und einen besonders hohen Gehalt an Linalool und Linalylacetat aufweist – den beiden wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen, die zusammen etwa 80 % des Öls ausmachen.[5] Silexan hemmt spannungsabhängige Calciumkanäle (N-Typ, P/Q-Typ und T-Typ) in Nervenzellen und reduziert so den übermäßigen Calciumeinstrom, der bei Angsterkrankungen zu einer Übererregung des Nervensystems beiträgt.[6] Dieser Wirkmechanismus ähnelt dem von Pregabalin, führt jedoch – anders als bei Pregabalin – nicht zu Sedierung oder Abhängigkeit. Einen detaillierten Überblick über alle Wirkmechanismen von Lavendelöl (GABA, Serotonin, Cortisol) bietet der Artikel zur Lavendelöl-Wirkung.
In Deutschland ist Lasea® seit 2009 als pflanzliches Arzneimittel zugelassen. Die offizielle Indikation lautet: „Behandlung von Unruhezuständen bei ängstlicher Verstimmung". Das Präparat ist rezeptfrei, aber apothekenpflichtig. Es ist für Erwachsene ab 18 Jahren vorgesehen.[7]
Welche Studien belegen die Wirksamkeit von Lavendelöl-Kapseln?
Silexan verfügt über eine für pflanzliche Arzneimittel außergewöhnlich breite Evidenzbasis aus mehreren randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien (RCTs) sowie Meta-Analysen, die eine signifikante angstlösende Wirkung belegen.[1]
Generalisierte Angststörung (GAD)
In der größten RCT mit 539 Patienten mit generalisierter Angststörung (GAD nach DSM-5) verglichen Kasper et al. (2014) Silexan 80 mg, Silexan 160 mg, Paroxetin 20 mg und Placebo über 10 Wochen. Silexan 160 mg senkte den HAMA-Gesamtscore um 14,1 Punkte, Silexan 80 mg um 12,8, Paroxetin um 11,3 und Placebo um 9,5 Punkte. Beide Silexan-Dosierungen waren dem Placebo statistisch signifikant überlegen (p < 0,01).[2]
Eine frühere Vergleichsstudie mit Lorazepam (0,5 mg/Tag) zeigte, dass Silexan 80 mg/Tag die Angstsymptome in vergleichbarem Ausmaß reduzierte wie das Benzodiazepin – ohne dabei Sedierung, Abhängigkeit oder kognitive Einschränkungen zu verursachen.[8]
Subsyndromale Angst
Auch bei unterschwelliger (subsyndromaler) Angst, die keiner vollständigen psychiatrischen Diagnose entspricht, aber die Lebensqualität deutlich einschränkt, zeigte Silexan 80 mg/Tag in mehreren Studien signifikante Verbesserungen gegenüber Placebo. Eine Meta-Analyse von fünf RCTs (n = 1.213) ergab eine mittlere Differenz von 2,93 HAMA-Punkten zugunsten von Silexan (p < 0,001).[3]
Depression
Eine 2024 publizierte RCT untersuchte erstmals Silexan gezielt bei leichter bis mittelschwerer Depression (MDD). 498 Patienten erhielten entweder Silexan 80 mg/Tag, Sertralin 50 mg/Tag oder Placebo über 56 Tage. Silexan und Sertralin waren dem Placebo bei der Reduktion des MADRS-Scores signifikant überlegen, mit vergleichbarer Effektstärke.[9]
Leitlinien-Empfehlungen
Die gemeinsamen Leitlinien der World Federation of Societies of Biological Psychiatry (WFSBP) und des Canadian Network for Mood and Anxiety Treatments (CANMAT) von 2022 sprechen für Lavendelöl eine „vorläufige Empfehlung" (++) bei Angststörungen aus – als Monotherapie oder ergänzend. Für die Behandlung unipolarer Depression erhielt Lavendelöl eine schwache Empfehlung (+).[10] Die WFSBP-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen (Version 3, 2023) führt Silexan ebenfalls als empfohlene Medikation auf.[11]
Wie werden Lavendelöl-Kapseln dosiert?
Die empfohlene Standarddosis beträgt 1 × 80 mg Silexan pro Tag – das entspricht einer einzelnen Lasea®-Kapsel.[7] Die Kapsel wird unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen, vorzugsweise zu einer Mahlzeit oder abends vor dem Schlafengehen. Der Einnahmezeitpunkt kann frei gewählt werden, sollte aber täglich möglichst gleich sein, damit ein konstanter Wirkspiegel entsteht.
Erste Effekte treten häufig bereits nach 1–2 Wochen ein.[4] In den meisten klinischen Studien betrug die Behandlungsdauer 10 Wochen. Eine Langzeitanwendung über mehrere Monate wurde in einer retrospektiven Studie als sicher und wirksam eingestuft.[12] Eine Dosiserhöhung auf 160 mg/Tag zeigte in einer GAD-Studie stärkere Effekte, ist aber derzeit nicht als Standardempfehlung zugelassen.[2] Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn die Beschwerden nach vier Wochen nicht nachlassen.
Welche Nebenwirkungen haben Lavendelöl-Kapseln?
Die häufigste Nebenwirkung von Silexan ist Aufstoßen (Eruktation) mit einem lavendelartigen Geschmack – ein typisches Merkmal oral eingenommener ätherischer Öle. Daneben traten in klinischen Studien gelegentlich Übelkeit und leichte Dyspepsie auf. Das Risiko für gastrointestinale Beschwerden liegt etwa 3 % über dem Placeboniveau.[3]
Tipp aus der Praxis: Nehmen Sie die Kapsel zu einer Mahlzeit ein und trinken Sie ein volles Glas stilles Wasser dazu. Das reduziert das Aufstoßen deutlich. Vermeiden Sie die Einnahme im Liegen.
Silexan verursacht – anders als Benzodiazepine oder SSRI – keine Sedierung, keine sexuelle Dysfunktion, keine Gewichtszunahme und keine Schlafstörungen. Es beeinträchtigt weder die Fahrtüchtigkeit noch die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.[6] Eine Studie zum Missbrauchspotenzial bestätigte, dass Silexan selbst in der achthöheren Dosis von 640 mg keine euphorisierenden oder benzodiazepinähnlichen Effekte auslöst.[13] Entzugssymptome treten auch bei abruptem Absetzen nicht auf. Umfassende Informationen zu Nebenwirkungen und Sicherheit von Lavendelöl insgesamt finden Sie im entsprechenden Übersichtsartikel.
Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?
Silexan zeigte in einer Cocktailstudie an gesunden Probanden keine klinisch relevante Beeinflussung der wichtigsten Cytochrom-P450-Enzyme (CYP1A2, CYP2C9, CYP2C19, CYP2D6, CYP3A4).[14] Auch die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva (Ethinylestradiol/Levonorgestrel) wurde durch Silexan nicht beeinflusst.[4] Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine pharmakokinetischen oder pharmakodynamischen Wechselwirkungen bekannt.
Beachten Sie dennoch: Wenn Sie Beruhigungsmittel (Benzodiazepine), Schlafmittel oder sedierende Medikamente einnehmen, ist eine ärztliche Rücksprache vor der zusätzlichen Einnahme von Silexan ratsam. Silexan selbst wirkt nicht sedierend, kann aber in Kombination mit anderen zentral dämpfenden Substanzen die entspannende Gesamtwirkung verstärken.
Johanniskraut und Lavendelöl-Kapseln – lassen sie sich kombinieren?
Johanniskraut (Hypericum perforatum) und Lavendelöl-Kapseln ergänzen sich pharmakologisch: Johanniskraut hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin und wirkt vorwiegend antidepressiv, während Silexan über die Hemmung von Calciumkanälen primär anxiolytisch wirkt.[6] Für Patienten mit sowohl depressiver als auch ängstlicher Symptomatik kann die Kombination daher sinnvoll sein.
Eine direkte Kombinationsstudie (Silexan + Johanniskraut-Extrakt) liegt bislang nicht vor. Da Silexan jedoch nachweislich nicht mit dem CYP-System interagiert, besteht kein erhöhtes pharmakokinetisches Risiko.[14] Beachten Sie jedoch: Johanniskraut selbst ist ein starker CYP3A4-Induktor und kann die Wirksamkeit vieler anderer Medikamente (Kontrazeptiva, Antikoagulanzien, Immunsuppressiva) herabsetzen. Sprechen Sie die Kombination daher immer mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab. Mehr zu Johanniskrautöl und seinen Eigenschaften lesen Sie in unserem Öl-Profil.
Warum darf man ätherisches Lavendelöl nicht einfach schlucken?
Reines ätherisches Lavendelöl aus der Flasche enthält hochkonzentrierte Terpene (Linalool, Linalylacetat, Campher), die in unverdünnter Form die Schleimhäute von Mund, Speiseröhre und Magen angreifen können. Mögliche Folgen sind Brennen im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe. Bei versehentlicher Einnahme größerer Mengen können zentralnervöse Symptome wie Schwindel und Benommenheit auftreten.
Silexan-Kapseln umgehen dieses Problem durch die Weichgelatinehülle, die das Öl erst im Magen freisetzt, sowie durch exakte Dosierung (80 mg pro Kapsel). Handelsübliche ätherische Öle sind weder auf orale Bioverfügbarkeit standardisiert noch auf Schwermetalle, Pestizide oder Lösungsmittelrückstände für die orale Einnahme geprüft. Wer ätherische Öle einnehmen möchte, sollte ausschließlich zu zugelassenen pharmazeutischen Präparaten greifen.
Ist Lavendelöl essbar? Abgrenzung der Öl-Typen
Lavendelöl ist nicht gleich Lavendelöl – die Bezeichnung umfasst drei grundverschiedene Produkte mit unterschiedlicher Eignung für die innere Anwendung:
- Ätherisches Lavendelöl: Hochkonzentriertes Destillat (Wasserdampfdestillation). Nicht zum direkten Verzehr geeignet. Enthält ~80–95 % Terpene.
- Lavendelöl-Kapseln (Silexan/Lasea®): Pharmazeutisch standardisiertes ätherisches Öl in Weichgelatinekapsel. Einzige Form, die für die orale Einnahme zugelassen ist.
- Lavendelöl-Mazerat (Ölauszug): Lavendelblüten in Trägeröl (z. B. Olivenöl) eingelegt. Lebensmitteltauglich, aber nicht mit dem ätherischen Öl vergleichbar – enthält nur Spuren flüchtiger Wirkstoffe. Wird für Salate oder Kosmetik genutzt.
Die Bezeichnung „Lavendelöl essbar" bezieht sich meist auf Lebensmittel-Lavendelöl (Mazerate oder spezielle Food-Grade-Öle), nicht auf ätherisches Öl. Achten Sie beim Kauf von Lavendelöl immer auf die korrekte Produktkategorie.
Für wen sind Lavendelöl-Kapseln geeignet – und für wen nicht?
Silexan eignet sich besonders für Erwachsene mit innerer Unruhe, ängstlicher Verstimmung, subsyndromaler Angst oder leichter bis mittelschwerer generalisierter Angststörung, die eine pflanzliche Alternative zu Benzodiazepinen oder SSRI suchen. Auch bei begleitenden Schlafstörungen, die aus der Angstsymptomatik resultieren, kann Silexan die Schlafqualität verbessern. Details zur Wirkung von Lavendelöl auf die Psyche und zur Schlafhilfe mit Lavendelöl finden Sie in den jeweiligen Fachartikeln.
Nicht geeignet ist Silexan für:
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
- Schwangere und Stillende (keine ausreichenden Studiendaten)
- Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Lavendelöl oder einen der Kapselbestandteile
- Schwere psychiatrische Erkrankungen (schwere Depression, Panikstörung, PTBS) – hier ist eine fachärztliche Behandlung erforderlich
Konsultieren Sie bei bestehenden psychischen Beschwerden immer einen Arzt, bevor Sie mit einer Selbstmedikation beginnen.
Was kosten Lavendelöl-Kapseln?
Lasea® ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich und wird in Packungsgrößen von 14, 28 und 56 Kapseln angeboten. Die 56er-Packung (für knapp zwei Monate bei täglicher Einnahme) kostet je nach Apotheke zwischen 28 und 35 €. Einige private und gesetzliche Krankenkassen erstatten pflanzliche Arzneimittel auf ärztliche Verordnung – eine Nachfrage bei der Kasse lohnt sich.
Sicherheit und Qualität
Wer Lavendelöl-Kapseln einnimmt, sollte auf pharmazeutische Qualität achten. Silexan erfüllt die Anforderungen des Europäischen Arzneibuchs und übertrifft dessen Qualitätsvorgaben in den wirksamkeitsrelevanten Parametern. Greifen Sie nicht zu nicht-zugelassenen Lavendelöl-Kapseln aus dem Internet, deren Dosierung und Reinheit unkontrolliert sein können. Allgemeine Hinweise zur Qualitätserkennung und zu Kaufkriterien finden Sie im Ratgeber zum Lavendelöl kaufen.
Häufige Fragen
Kann man Lavendelöl-Tropfen einnehmen?
Nein, reines ätherisches Lavendelöl aus der Flasche sollte nicht geschluckt werden. Es kann Schleimhautreizungen, Übelkeit und Magenbeschwerden verursachen. Zur innerlichen Anwendung eignen sich ausschließlich zugelassene Lavendelöl-Kapseln (Lasea® mit dem Wirkstoff Silexan®), die in Apotheken erhältlich sind.
Wie schnell wirken Lavendelöl-Kapseln?
In klinischen Studien zeigte Silexan bereits nach zwei Wochen täglicher Einnahme messbare angstlösende Effekte. Die volle Wirkung baut sich über mehrere Wochen auf. Die Hersteller berichten, dass manche Anwender bereits innerhalb der ersten Woche eine spürbare Beruhigung wahrnehmen.
Macht Silexan (Lasea®) abhängig?
Nein. Silexan besitzt kein Abhängigkeits- oder Missbrauchspotenzial. Eine klinische Studie bestätigte, dass selbst die achtfache Dosis (640 mg) keine euphorisierenden oder benzodiazepinähnlichen Effekte auslöst. Auch Entzugssymptome treten beim Absetzen nicht auf – anders als bei Benzodiazepinen oder Z-Substanzen.
Kann man Lavendelöl-Kapseln und Johanniskraut gleichzeitig nehmen?
Aus pharmakologischer Sicht ist die Kombination möglich, da Silexan nicht in den Leberstoffwechsel (CYP-Enzyme) eingreift. Johanniskraut selbst hat jedoch starke CYP-Wechselwirkungen mit vielen Medikamenten (Pille, Blutverdünner). Sprechen Sie die gleichzeitige Einnahme daher immer mit einem Arzt oder Apotheker ab.
Gibt es neben Lasea® noch andere Lavendelöl-Kapseln?
In Deutschland ist Lasea® mit dem Wirkstoff Silexan® das einzige als Arzneimittel zugelassene Lavendelöl-Präparat zur oralen Einnahme. Im Internet finden sich zwar diverse Lavendelöl-Kapseln als Nahrungsergänzungsmittel, deren Qualität, Dosierung und Wirksamkeit sind jedoch nicht durch klinische Studien belegt und unterliegen keiner arzneimittelrechtlichen Kontrolle.
Quellen
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- Kasper, S., Gastpar, M., Müller, W. E., Volz, H. P., Möller, H. J., Schläfke, S., & Dienel, A. (2014). Lavender oil preparation Silexan is effective in generalized anxiety disorder – a randomized, double-blind comparison to placebo and paroxetine. International Journal of Neuropsychopharmacology, 17(6), 859–869. doi:10.1017/S1461145714000017
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